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DGB-Chef Hoffmann fordert Mindestlohn von zwölf Euro

26.12.2018 11:58 Uhr

Ab dem 1. Januar 2019 steigt der Mindestlohn auf 9,19 Euro pro Stunde, ab Januar 2020 auf 9,35 Euro. Das reicht DGB-Chef Hoffman nicht. Er fordert 12 Euro Stundenlohn.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, hat eine deutliche Anhebung des Mindestlohns gefordert. Der Vorstoß von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), die Lohnuntergrenze künftig auf zwölf Euro pro Stunde zu erhöhen, sei begrüßenswert, sagte Hoffmann nach Angaben vom Mittwoch dem Portal "Zeit Online". Denn: "Wir wissen, dass die aktuelle Höhe nicht zu einer Rente über Grundsicherung führt." Nach den Anpassungen ab Anfang Januar wird erneut über seine Höhe beraten. "Das bietet die Gelegenheit, das Niveau dann einmalig stark anzuheben", sagte Hoffmann.

Positiver Effekt auf die Wirtschaft

Die Einführung des Mindestlohns 2017 habe gezeigt, dass dieses Instrument "einen sehr positiven Effekt auf die Wirtschaft hatte". So werde es auch im Falle einer starken Anhebung sein, zeigte sich der DGB-Chef überzeugt."Wenn die Friseurin zwölf Euro pro Stunde verdient, wird eben der Haarschnitt teurer", sagte Hoffmann. "80 Prozent der Beschäftigten sind nicht im Niedriglohnsektor gefangen und können sich das durchaus leisten."

(be/afp)