dpa

DFB hatte nie einen Plan B für Jogi Löw

19.12.2018 14:37 Uhr

Ein Austausch von Joachim "Jogi" Löw nach der desaströsen WM und nach dem peinlichen Abstieg in der Nations League war nie ein Thema im DFB. DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte deutlich, es gab nie den Plan B, da man Löw für den perfekten Mann in Sachen Umbruch der Nationalelf halte.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat erneut versichert, dass die Verbandsspitze zu keiner Zeit auf der Suche nach Ersatz für Fußball-Bundestrainer Joachim Löw war. "Es gab nie einen Plan B. Wir haben vor und nach der WM im gesamten Präsidium gesagt, dass niemand so geeignet ist, einen Umbruch zu gestalten, wie Jogi Löw", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bunds dem Sportbuzzer.

Grindel lobt Löws Qualitäten

Nach dem erstmaligen Scheitern der Nationalmannschaft in der WM-Gruppenphase hatte es hartnäckige Spekulationen gegeben, der DFB werde sich im Falle eines Abstiegs aus der Nations-League-Topgruppe von Löw trennen. Der Bundestrainer durfte trotz des späteren Abstiegs im Amt bleiben, obwohl die DFB-Auswahl 2018 mit sechs Niederlagen so oft wie noch in einem Länderspieljahr den Platz als Verlierer verließ.

Grindel indes lobte nun erneut die Qualitäten von Löw beim Aufbau eines verjüngten Teams. "Beim Confed Cup 2017 haben wir erlebt, dass er auf eine sehr effektive und von hoher sozialer Kompetenz geprägte Art und Weise in kürzester Zeit ein Team aus jüngeren Spielern geformt hat, das ein überzeugendes Turnier gespielt hat. Diese Erfahrung war für uns die Grundlage zu sagen: Jogi kann das", erklärte der 57-Jährige.

Mit Blick auf die Fußball-EM 2020 formulierte Grindel hohe Erwartungen. Zwar seien die Titelchancen auch von der Entwicklung anderer Top-Nationen abhängig. Aber Grindel betonte auch: "Wenn ein deutsches Team zu einem Turnier fährt, muss es immer der Anspruch sein, auch gewinnen zu wollen."

(ce/dpa)

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