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Deutschlands Wetter “spricht” 2021 auch Türkisch

5.1.2021 14:39 Uhr

Seit Jahren wird Deutschland diverser und bunter. Dies soll sich nun auch im Wetter widerspiegeln, findet zumindest das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher" und hat 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete abgeschlossen. Das heißt, die klassischen Namen für Wetterfronten werden durch "exotischere" Namen ergänzt - nicht ersetzt.

Dies berechtigt die Gruppe zur Namensvergabe, weshalb wir in Zukunft auch auf ein Hochdruckgebiet "Ahmet" oder "Goran" freuen können. Ob sich die Träger dieser Namen aber darüber freuen, wenn zum Beispiel der "Kaan" oder "Can" Dächer abdecken und ganze Landstriche verwüsten, bleibt noch abzuwarten. Auch wenn ein Hochdruckgebiet als "heiße Zeynep" tituliert wird, wie es in der Vergangenheit öfter im Zusammenhang mit weiblichen Namen für Hochdruckgebiete und heißem Wetter der Fall war, darf man auf die Reaktionen sicherlich gespannt sein.

Jeder Vierte mit Migrationshintergrund

"Das Wetter diverser machen ist nur ein symbolischer Schritt" so NdM-Vorsitzende Ferda Ataman in "Der Welt". Die Organisation setzt sich seit Jahren für mehr Vielfalt in den Medien ein und fordert, dass nicht nur weiße Menschen in den Medien vorkommen. Dafür schlägt sie eine Migrantenquote in den Medien von 30 Prozent bis 2030 vor.

In Deutschland hat mittlerweile jeder Vierte einen Migrationshintergrund. Damit ist gemeint, dass jemand entweder nicht in Deutschland geboren wurde oder ein Elternteil hat, das im Ausland geboren wurde.

(an)

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