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Deutschland will vorerst keine Sanktionen gegen die Türkei

28.8.2020 10:14 Uhr

Die Außenminister der EU-Staaten werden am Freitag über den Umgang mit der Türkei beraten. Doch während Griechenland und Zypern einen härteren Kurs gegenüber Ankara fordern, sind Länder wie Deutschland gegen zusätzliche Strafmaßnahmen und setzen weiterhin auf diplomatische Bemühungen.

Eigentlich sollte das Thema Türkei bereits am Donnerstag ausführlich bei dem Treffen der EU-Außenminister besprochen werden, wurde allerdings auf den Freitag verschoben, da die Erörterungen der Lage in Belarus länger als erwartet dauerten.

Maas fordert Ende der Militärmanöver

Nachdem die Türkei am Donnerstag verkündete, ihre Forschungen nach Erdgas im östlichen Mittelmeer mit dem Explorationsschiff Oruc Reis bis zum 1. September zu verlängern, kritisierte Athen die Entscheidung. Deutschland versucht weiterhin, in der angespannten Situation zu vermitteln.

Der deutsche Außenminister Maas hat währenddessen Griechenland und die Türkei erneut dazu aufgerufen, ihre Militärmanöver im östlichen Mittelmeer zu beenden. Dies sei die Voraussetzung für direkte Gespräche über die Gebietsansprüche der beiden Nato-Partner. "Sicherlich werden sich die Parteien nicht an den Tisch setzen, wenn sich Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer gegenüberstehen."

(be/dpa)

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