epa/Clemens Bilan

Deutschland und Südafrika wollen stärker kooperieren

6.2.2020 13:46 Uhr

Bei der Suche nach einer Lösung für den Bürgerkrieg in Libyen wollen Deutschland und Südafrika stärker kooperieren. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte am Donnerstag in der Hauptstadt Pretoria, die Afrikaner müssten in den Prozeß mit eingebunden werden: «Ohne den afrikanischen Sachverstand werden wir das gar nicht lösen können.»

Eine Beilegung des Konfliktes habe eine hohe Bedeutung für Europa und Afrika. «Ich mache mir da keine Illusion, das wird sehr lange dauern», betonte die Kanzlerin.

Vertiefung der Handelsbeziehungen

Präsident Cyril Ramaphosa sagte, eine Lösung für afrikanische Probleme könne nur von Afrikanern kommen - doch sei Unterstützung von außen wünschenswert. Zehn Jahre, nachdem Merkel zuletzt am Kap war, wurde sie am Morgen mit militärischen Ehren zu ihrem dritten offiziellen Besuch dort empfangen. Ramaphosa nannte Deutschland nach einer Unterredung einen der strategischsten Partner Südafrikas. Er übernimmt nach Merkels Besuch beim AU-Gipfel in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba den Vorsitz der Afrikanischen Union.

Beim Besuch der Kanzlerin stand auch eine Vertiefung der Handelsbeziehungen beider Länder auf dem Programm. Die Kanzlerin bot Unterstützung bei der Sanierung der maroden Energieversorgung, dem Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen an. Kohle sei weiter ein Anker der südafrikanischen Energieversorgung, sagte Ramaphosa. Allerdings sollen erneuerbare Energien nun ebenfalls ausgebaut werden. Beide Länder vereinbarten bei dem Besuch der Kanzlerin zudem eine vertiefte Zusammenarbeit bei der beruflichen Weiterbildung. Dafür sollen zusätzlich 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

(an/dpa)

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