DHA

Deutschland: Muslime verrichten Festgebete in Moscheen und Stadien

24.5.2020 14:44 Uhr

Die Ausbreitung des Coronavirus und Covid-19 haben auch vor Religionsgemeinschaften keinen Halt gemacht. Darum mussten die Muslime in Deutschland zum Ende des Fastenmonats Ramadan ihre Gebete unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen verrichten. Das fand in desinfizierten Moscheen unter Wahrung der Sicherheitsabstände, auf Fußballplätzen oder auf Parkplätzen und in Parkanlagen statt.

Gebet mit gebührendem Abstand (Bild: dha)

Großer Zulauf herrschte in Kölner Religionszentrum in Köln Ehrenfeld. Die Moschee-Offiziellen mahnten die Besucher, dass sie Sicherheitsabstände einzuhalten haben und wirkten einer Überlastung der Kapazitäten in der Moschee entgegen. Sicherheitsabstände mussten in den Räumlichkeiten, auf den Zugängen und auch im Hof der Kölner Zentralmoschee eingehalten werden. Gläubige, die keine Masken bei sich führten, wurden abgewiesen.

Um Auslastungsspitzen in Köln entgegenzuwirken, wurden die Festgebete gesplittet und es wurde mehrfach gebetet, um allen Gläubigen die Option zu geben, ihr Gebet zu verrichten. In Brühl wurden die Festgebete auf einen Fußballplatz verlegt. Rund 600 Menschen waren am Ort – mit Masken und Sicherheitsabstand sowie ihrem eigenen Gebetsteppich.

In Essen, der Metropole im Ruhrgebiet mit hohem Migrantenanteil, wurden die Festgebete am Stadtrand in einem Parkgebiet auf einem Parkplatz außerhalb der geschlossenen Räume durchgeführt. Auch hier galt die Maskenpflicht und es musste sich an die Regeln der sozialen Distanzierung gehalten werden. Gebetsteppiche waren ebenso selbst beizustellen.

Auch Bundespräsident Walter Steinmeier wandte sich an seine muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland. Dies tat er mit einer Botschaft, welche ebenso auf Türkisch, Englisch und in arabischer Sprache veröffentlicht wurde. Darin gratulierte Steinmeier allen Muslimen in Deutschland.

(ce)

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