imago images / U. J. Alexander

Deutschland: 26 Prozent der Einwohner haben Migrationshintergrund

2.12.2020 14:02 Uhr

Der Migrationsbericht 2019, den das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat vorgelegt hat und der über das Migrationsgeschehen im Land informieren soll, ist vom Bundeskabinett verabschiedet worden. Laut Ministerium bestätigt der Bericht die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen. Laut Migrationsbericht sind im Jahr 2019 mit rund 1,6 Millionen Personen nahezu die gleiche Menge an Menschen zugezogen wie 2017 und 2018. Im letzten Jahr haben rund 1,2 Millionen Menschen Deutschland verlassen. Der Migrationssaldo liegt damit für 2019 bei einem Plus von circa 327.000 Personen Deutschland.

Der Migrationsbericht erteilt Auskunft über das Migrationsverhalten im Land und wird seit 2001 erstellt. Zudem verdeutlicht er eine Wandlung beim Migrationsverhalten nach Deutschland. Das Innenministerium berichtet, dass die humanitäre Zuwanderung in den letzten vier Jahren rückläufig ist. Es kommen laut Bericht mehr Menschen für ein Studium oder Arbeitsaufnahme ins Land. Die Asylantragszahlen im Bericht zeigen einen deutlichen Rückgang bei der Fluchtmigration auf. 2019 gingen die Erstanträge beim Asyl im Vorjahresvergleich um zwölf Prozent zurück.

Von den statistisch erhobenen 81,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern in Deutschland verfügten 2019 rund 21,2 Millionen Menschen über einen Migrationshintergrund. Davon sind 52,4 Prozent deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Mit 64,4 Prozent sind fast zwei Drittel der Personen selbst nach Deutschland gereist. Der Rest von 35,6 Prozent wurde im Land geboren.

(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.