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Deutscher Botschafter wieder in Caracas

22.7.2019 15:00 Uhr

Der deutsche Botschafter Daniel Kriener ist viereinhalb Monate nach seiner Ausweisung nach Venezuela zurückgekehrt. Der Diplomat sei am Samstag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eingetroffen, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amts, Rainer Breul, am Montag in Berlin.

Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro hatte Kriener am 6. März zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen. Sie warf ihm Parteinahme für die Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó vor, der sich mit Maduro seit Monaten einen erbitterten Machtkampf liefert. Kriener hatte Guaidó nach einer Reise durch Südamerika gemeinsam mit anderen Diplomaten am Flughafen von Caracas erwartet. Damit wollten sie verhindern, dass er bei seiner Rückkehr festgenommen wird. Guaidó hatte trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens und einer Ausreisesperre das Land verlassen.

Zur "politischen Konsultation" in Berlin

Am 1. Juli hatte der stellvertretende venezolanische Außenminister Yván Gil im Auswärtigen Amt in Berlin eine Note überreicht, mit der die Einstufung Krieners als unerwünschte Person zurückgenommen wurde. Dafür seien seitens Venezuela keine Bedingungen gestellt worden, betonte Breul. "Wir freuen uns, dass Botschafter Kriener seine Aufgaben als Botschafter in Venezuela nun wieder vor Ort wahrnehmen kann." Aus Sicht des Auswärtigen Amts wurde Kriener für die viereinhalb Monate zu "politischen Konsultatione"" nach Berlin zurückbeordert.

(an/dpa)

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