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Deutsche Volleyballer verpatzen EM-Auftakt

13.9.2019 19:06 Uhr

Die deutschen Volleyballer haben einen krachenden Fehlstart in ihre EM-Medaillenmission hingelegt. Der verkrampft wirkende Vize-Europameister von 2017 unterlag Serbien völlig verdient mit 0:3 (21:25, 17:25, 15:25).

Vor einer Minikulisse in der Arena Palais 12 in Brüssel fand Star-Diagonalangreifer Georg Grozer nie seinen Rhythmus und konnte den enttäuschenden Auftakt gegen den Europameister von 2011 auch nicht verhindern. Ruben Schott war mit acht Punkten bester Angreifer im Team von Nationaltrainer Andrea Giani.

Nach dem bösen Erwachen gegen den nominell stärksten Rivalen in Gruppe B wollen die Deutschen nun am Samstag (17.30 Uhr/Sport1+) gegen Co-Gastgeber Belgien den ersten Sieg holen. Aus den vier Sechserstaffeln kommen die jeweils vier besten Mannschaften weiter.

Denis Kaliberda am Knie verletzt

Nationaltrainer Giani musste auf Außenangreifer Denis Kaliberda verzichten, der sich im vorletzten EM-Härtetest gegen Frankreich am Knie verletzt hatte. Der Italien-Legionär aus Modena streifte sich daher nur ein Trikot als zweiter Libero über und feuerte sein Team von der Seitenlinie aus an.

Kaliberda bekam einen Holperstart zu sehen. Deutschland erlaubte sich genauso wie Serbien satte sieben Aufschlagfehler im ersten Satz, alleine Grozer fehlte dreimal die nötige Präzision beim Servieren. In der Offensive fand der EM-Zweite von vor zwei Jahren keinen Rhythmus und musste schließlich einem Satzrückstand hinterherlaufen.

Grozer nicht in Topform

"Extrem wichtig" sei dieser Auftakt, hatte Kapitän und Zuspieler Lukas Kampa vor dem Duell gesagt. Doch während die Serben immer wieder auch schwierigste Bälle in der Annahme noch erwischten, blieb eine Initialzündung bei den Deutschen aus. Auch im zweiten Durchgang lagen sie stets zurück, immer wieder haderte Grozer. Da nur wenig in Gianis Team funktionierte, konnten sich die Serben auf 22:14 absetzen und holten sich auch Satz zwei.

Im dritten Durchgang nahm Giani seinen Star Grozer beim Stand von 3:7 vom Feld. Der 34-Jährige, der nach eigener Einschätzung noch auf der Suche nach seiner Topform ist, blieb immer wieder im serbischen Block hängen. Auch mit veränderter Formation schafften die Deutschen kein Comeback mehr und verließen mit einer herben Auftaktenttäuschung die Halle.

(gi/dpa)

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