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Deutsche Teams müssen in Europa League liefern

6.11.2019 21:49 Uhr

Die deutschen Klubs gehen mit recht unterschiedlichen Voraussetzungen in den Spieltag am Donnerstag in der Europa League. Während Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg recht gut stehen, muss Borussia Mönchengladbach abliefern. Und das wird gegen AS Rom wahrlich kein leichtes Unterfangen sein, das da auf die Fohlenelf wartet. Frankfurt gegen Standard Lüttich findet im 18.55 Uhr MEZ statt und wird auf DAZN übertragen - ebenso wie Wolfsburg gegen KAA Gent um 21.00 Uhr MEZ. Das Spiel des aktuellen Bundesliga-Primus gegen die Roma läuft um 21.00 Uhr MEZ auf RTL.

"Wir haben es jetzt mit zwei Heimspielen und einem Auswärtsspiel selbst in der Hand, in der Europa League zu überwintern", kündigte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl an. Die Borussia hatte im Hinspiel vor zwei Wochen in allerletzter Minute das Tor zum 1:1-Endstand erzielt - mit nur zwei Punkten nach drei Spielen liegt die Mannschaft von Trainer Marco Rose aber hinter Rom (5), dem Wolfsberger AC und Basaksehir FK (beide 4) auf dem letzten Platz der Gruppe J.

Frankfurt muss quasi ohne Fans auskommen

"Alle sind noch mit dabei. Das macht die Gruppe so spannend", meinte Eberl. Mittelfeldspieler Jonas Hofmann äußerte: "Der Punkt in Rom war überlebenswichtig. Jetzt wollen wir uns eine gute Ausgangsposition für die letzten beiden Spiele verschaffen." Die Aufgabe gegen den italienischen Hauptstadtclub wird für die zuletzt stark beanspruchte Gladbacher Mannschaft mit ihrem laufintensiven und körperlichen Spiel zur großen Herausforderung.

Einer neuen Situation werden sich die Frankfurter stellen müssen. Aufgrund der Fan-Vergehen hatte die Europäische Fußball-Union einen Auswärtsbann verhängt, so dass im Stade Maurice-Dufrasne kaum Frankfurter Anhänger anwesend sein dürfen. Wegen einer Verbotsverfügung wird sogar ganz Lüttich für die Eintracht-Fans von Dienstagnachmittag bis Freitag (12.00 Uhr) zur verbotenen Stadt. Den abhängig vom Spiel des FC Arsenal bei Vitória Guimarães am Mittwoch schon möglichen Zwischenrunden-Einzug in der Gruppe F müssten die Eintracht-Profis alleine feiern.

Ein Sieg würde die Wölfe an der Spitze durchatmen lassen

"Wir fahren mit breiter Brust nach Lüttich. Wir wollen dort auch ohne Fans im Rücken gewinnen. Es wäre ein Meilenstein, weil wir dann schon sicher durch wären", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Trainer Adi Hütter hält das Aufeinandertreffen für "das Schlüsselspiel". Nach dem 2:1 im Hinspiel wäre ein Punktgewinn schon extrem wertvoll. "Wenn wir das gewinnen könnten, machen wir einen richtig großen Schritt ins Sechzehntelfinale", sagte Hütter, der mit seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende das überragende 5:1-Spektakel gegen den FC Bayern geliefert hatte.

Die "Wölfe" spielen gegen Gent auch gegen den Trend. Mit einem Sieg würden sich die Niedersachsen an der Spitze der Gruppe I von den Belgiern absetzen und wären wohl kaum noch von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Die 1:6-Klatsche jüngst im DFB-Pokal gegen RB Leipzig und das 0:3 am Samstag bei Borussia Dortmund waren aber alles andere als förderlich für das Selbstvertrauen. Die Selbstverständlichkeit der ersten Saisonwochen, in denen Wolfsburg 13 Pflichtspiele in Serie ungeschlagen geblieben war, scheint der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner abhanden gekommen zu sein. "Es ist ein wichtiges und ein vorentscheidendes Spiel", sagte der Coach. "Klar ist, dass wir morgen auf Sieg spielen."

(ce/dpa)

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