Symbolbild: imago images/Xinhua

Deutsche Exporte nach Russland gestiegen

15.7.2019 20:26 Uhr

Trotz der anhaltenden EU-Sanktionen sind die deutschen Exporte nach Russland leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 25,9 Milliarden Euro nach Russland exportiert, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervorgeht.

Das sind gut 130 Millionen Euro mehr als 2017. Die Exporte folgten "weitgehend der Konjunkturentwicklung der Russischen Föderation", heißt es in der Antwort.

Sanktionen wegen Konflikt in der Ostukraine

2012 lagen deutsche Exporte nach Russland nach Zahlen der Bundesregierung noch bei 38,1 Milliarden Euro, 2013 sanken sie auf 35,8 Milliarden Euro ab - schon vor Einführung der EU-Sanktionen. Nach Einführung der Sanktionen im Juli 2014 sanken die Exporte weiter bis auf 21,6 Milliarden Euro im Jahr 2016. Seit 2017 steigen die Exporte wieder, da sich nach Angaben der Bundesregierung auch die russische Wirtschaft wieder erholt.

Die Europäische Union hatte die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zuletzt Ende Juni um weitere sechs Monate verlängert. Grund ist der anhaltende Konflikt in der Ostukraine. Eingeführt wurden die EU-Strafmaßnahmen nach dem Absturz eines malaysischen Flugzeugs mit 298 Menschen an Bord über der Ostukraine im Juli 2014. Es soll nach Angaben von westlichen Ermittlern von prorussischen Separatisten abgeschossen worden sein. Außerdem will die EU durch die Sanktionen für die territoriale Unversehrtheit der Ukraine eintreten. Russland hatte die ukrainische Halbinsel Krim im März 2014 annektiert.

(an/dpa)

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