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Deutsche Bahn verklagt Ex-Vorstand

19.12.2019 14:06 Uhr

Weil sich ein früherer Top-Manager der Deutschen Bahn weigert, das an ihn gezahlte Honorar zurückzubezahlen, hat die DB nun Klage gegen das ehemalige Vorstandsmitglied eingereicht.

Weil das ehemalige Vorstandsmitglied sein Honorar nicht zurückzahlen wollte, ist eine Zahlungsklage beim Landgericht Dortmund eingereicht worden, wie aus einer Mitteilung des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, an den Verkehrsausschuss des Bundestags hervorgeht. Über die Klage berichtete auch die "Süddeutsche Zeitung".

Nach einer Information aus Aufsichtsratskreisen war der Manager Vorstand einer Bahn-Tochtergesellschaft gewesen. Als Berater soll er rund 350.000 Euro Honorar erhalten haben.

Keine ordnungsgemäße Leistung

<p style="background'>Der internen Revision der Bahn waren Anfang des Jahres Beraterverträge für frühere hochrangige Angestellte des Konzerns aufgefallen. Der Aufsichtsrat ließ Beraterverträge mit 29 Managern aus den Jahren 2010 und 2018 untersuchen. 18 davon waren nach der Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY in Ordnung, wie aus der Ausschussmitteilung hervorgeht. In 11 Fällen wurde der zuständige Aufsichtsrat nicht informiert. Jedoch wurde demnach nur von einem dieser Berater keine ordnungsgemäße Leistung erbracht.

<p style="background'>Der Aufsichtsrat untersagte der Bahn im September, künftig Beraterverträge mit früheren Managern oder "Personen in politisch exponierter Stellung" zu schließen. Zu den Beratern hatte auch der NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) gezählt.

(be/dpa)

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