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Der Segelurlaub mit Kind und Kegel

31.7.2020 22:45 Uhr

Urlaub auf dem Boot klingt für viele verlockend. Die Vorstellung weckt die Sehnsucht nach der Idylle auf dem Wasser, nach Abgeschiedenheit und Entspannung. Der Nachwuchs soll natürlich nicht zu Hause bleiben.

Doch es gibt Fragen über Fragen: Ist solch ein Urlaub für Kinder sicher? Gefällt dieses Abenteuer den Sprösslingen? Welche Art Boot eignet sich am besten? In welchem Revier ist kindgerechtes Segeln möglich? Wir haben nach Antworten gesucht.

Sicherheit für Kinder an Deck

Unter 12-Jährige müssen auf dem Boot Schwimmwesten tragen. Am sichersten sind vollautomatische Westen mit integriertem Lifebelt – diese benötigen Patronen. In der passenden Größe sollte man solche Westen (plus Ersatzpatronen) von zu Hause mitnehmen.

Für weitere Sicherheit an Bord sorgt ein an der Reling angebrachtes Netz. Beim Segeln ist man oft sehr beschäftigt, muss manchmal schnell reagieren und hat die Kids nicht in jeder Sekunde im Auge. Das Netz verhindert unnötige Mann-über-Bord-Manöver.

Zur Vermeidung von Sonnenbrand und Sonnenstich sollte man auf das Bimini, mit dem das Boot in der Regel ausgestattet ist, vertrauen. Ein Sonnensegel kann zudem aufgespannt werden. Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen werden schnell einmal vom Winde verweht. Am besten hat man diese Dinge mehrfach dabei.

Ist's ein Segler oder nicht?

Vater und Tochter auf einem Segelschiff (Bild: imago images/ Panthermedia)

Für die meisten Kinder klingt die Idee eines Yachturlaubs erst einmal spannend. Dennoch entpuppen sich einige auf dem Boot nicht als der geborene Segler. Im schlimmsten Fall bekommen sie solche Angst, dass der Urlaub abgebrochen werden muss oder nicht wie geplant stattfinden kann. Ob das Segeln etwas für den Nachwuchs ist, findet man auf einem Tages- oder Wochenendtörn zu Hause heraus.

Das ideale Boot im idealen Revier

Mit mehreren, unterschiedlich alten Kindern sollten Sie ein geräumigeres Boot oder einen Katamaran mieten. Beide bieten die Möglichkeit, sich und damit unnötigen Spannungen aus dem Weg zu gehen. Ein Katamaran eignet sich zudem insbesondere für jüngere oder ängstliche Kinder, da er stabiler segelt und kaum in Schräglage kommt.

Schnorchel-Abenteuer (Bild: imago images/ Panthermedia)

Ein kinderfreundliches Segelrevier ist weder zu windig noch zu wellig. Darüber hinaus punktet es mit schönen Buchten, die zu Bade- und Schnorchel-Ausflügen angesteuert werden. Zwischen den einzelnen Stopps sind kurze Strecken zu planen. Das Wetter ist immer etwas unberechenbar und sollte deshalb im Auge behalten werden. Besteht die Gefahr von Stürmen, empfiehlt es sich, eine sichere Marina in der Nähe zu haben.

Mir ist langweilig!

Auch kleine Segelhasen, die sich für dieses Abenteuer zu Wasser begeistern, werden hin und wieder andere Beschäftigung suchen. Hörspiele und Bücher, Malzeug und Bastelutensilien gehören daher ebenso ins Gepäck wie Gesellschafts- und Kartenspiele. Mit den eigenen Flossen, Schnorchel, Taucherbrille und Unterwasserfotoapparat macht jede Bucht noch mehr Spaß. Mit Piratenhut- und flagge, Fernglas und Spielzeugsäbel kommt die Spielfantasie auch an Deck in den Gang.

(gi)

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