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Demonstrationsverbot vor Notre-Dame für Gelbwesten

19.4.2019 0:31 Uhr

Am Samstag demonstrieren die Gelbwesten wieder - aber nicht vor dem am Dienstag durch ein Feuer schwer beschädigten Notre-Dame. Denn dort herrscht Demonstrationsverbot, genau wie auf dem Champs-Elysee und dem Palast.

Die Pariser Polizei verhängte am Donnerstag ein Demonstrationsverbot für die Seine-Insel Île de la Cité, auf der Notre-Dame steht, und für das angrenzende linke Seine-Ufer. Aus "Sicherheitsgründen" und zum Schutz der beschädigten Kirche dürften innerhalb der Sicherheitsabsperrungen keine Demonstrationen stattfinden, erklärte die Polizei. Notre-Dame war in der Nacht zu Dienstag durch einen Großbrand schwer beschädigt worden.

Proteste seit fünf Monaten

Wie in den Vorwochen sind am Samstag auch Demonstrationen auf dem Boulevard Champs-Elysées und am Elysée-Palast, dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, verboten. Die "Gelbwesten" protestieren seit fünf Monaten für mehr soziale Gerechtigkeit und niedrigere Steuern. Der kommende Samstag ist der 23. Protestsamstag in Folge. Bei den Demonstrationen gab es immer wieder schwere Ausschreitungen. Eine TV-Ansprache, in der Präsident Macron Antworten auf die Forderungen der Gelbwesten geben wollte, wurde am Dienstagabend wegen des Feuers in Notre-Dame vorerst abgesagt.

(be/afp)