Symbolbild: imago images / Xinhua

Demonstranten stürmen Büro der Nationalen Kommission für Dialog und Mediation

17.8.2019 20:51 Uhr

Seit Februar dauern in Algerien die Proteste an, am Samstag haben Demonstranten nun das Büro der Nationalen Kommission für Dialog und Mediation gestürmt. Die Kommission wurde angesichts der Massenproteste von Übergangspräsident Abdelkader Bensalah eingesetzt.

Die Demonstranten warfen der Kommission vor, den Willen des Volkes zu verraten.

Seit Februar dauern die Proteste in Algerien an. Zeitweise gingen Hunderttausende Menschen auf die Straßen. Im April beugte sich Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika dem Druck der Straße und des Militärs und trat zurück. Die für Anfang Juni angesetzte Präsidentschaftswahl wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Politikwechsel gefordert

Die Demonstranten werfen der Regierung und Übergangspräsident Bensalah vor, zur alten Elite zu gehören. Sie fordern einen Politikwechsel in dem gasreichen Land.

Die nationale Dialogkommission forderte am Samstag, so schnell wie möglich Präsidentschaftswahlen durchzuführen. Nur so könne die Sicherheit des Landes gewahrt bleiben. Die Kommission wurde angesichts der andauernden Proteste vom Übergangspräsidenten eingesetzt und ist umstritten.

(be/dpa)

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