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Demokraten wollen schärferes Waffenrecht

10.9.2019 8:02 Uhr

Im US-Kongress haben die beiden führenden Vertreter der Demokraten Präsident Donald Trump zu einer Verschärfung des Waffenrechts aufgefordert. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, veröffentlichten am Montag einen entsprechenden Brief an Trump.

Darin appellierten sie an den republikanischen Präsidenten, dazu beizutragen, "die Epidemie von Mord und Chaos zu stoppen, die Familien und Gemeinschaften im ganzen Land erschüttert". Am Montag endete die Sommerpause des Kongresses.

Ende vergangenen Monats hatte ein vorbestrafter Schütze in Odessa im US-Bundesstaat Texas scheinbar wahllos das Feuer eröffnet und sieben Menschen getötet. Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren Blutbäder angerichtet - insgesamt wurden dabei 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Gewaltverbrechen führten zu erneuten Debatten über das Waffenrecht in den USA und dessen Reform.

Ohne Hintergundchecks keine Waffen mehr

Konkret riefen Pelosi und Schumer Trump auf, Einfluss auf den von den Republikanern kontrollierten Senat zu nehmen, damit diese Kammer über einen vom Repräsentantenhaus bereits im Februar beschlossenen Gesetzesentwurf abstimmt. Damit sollen Privatverkäufe von Waffen, bei denen keine Hintergrundprüfung des Käufers stattfindet, prinzipiell verboten werden. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, will die Kammer darüber erst abstimmen lassen, wenn Trump Position zu dem Entwurf bezogen hat.

In den USA, wo Waffen vielerorts sehr leicht zu kaufen sind, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Schützen in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten auf Passanten feuern. Tausende Menschen sterben jedes Jahr infolge von Schusswaffengebrauch.

(an/dpa)

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