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Debatte um Huawei-Beteiligung: USA drohen Deutschland mit Konsequenzen

11.3.2019 18:16 Uhr

In der Debatte um die Beteiligung des chinesischen Huawei-Konzerns am Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes setzt die US-Regierung nun Deutschland unter Druck. Sollte die Bundesregierung beim Aufbau des Netzes auf "unzuverlässige" Partner setzen, könnte dies "in Zukunft die reibungslose Zusammenarbeit und den Austausch einiger Informationen gefährden", erklärte ein Sprecher der US-Botschaft am Montag in Berlin gegenüber AFP.

Die Botschaft reagierte damit auf einen Bericht des "Wall Street Journal" vom Montag. Dem Bericht zufolge hatte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, am Freitag einen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geschrieben und darin mit einer Beendigung der bisherigen Geheimdienst-Zusammenarbeit gedroht.

"Sichere Kommunikationssysteme" seien "essenziell" für die Kooperation in den Bereichen Verteidigung und Geheimdienste, schrieb Grenell demnach. Unternehmen wie Huawei könnten die "Vertraulichkeit dieses Austausches gefährden".

Der Sprecher der US-Botschaft bestätigte diese Angaben im Grundsatz. Er erklärte: "Sofern es im Netzwerk eines Verbündeten unzuverlässige Lieferanten gibt, könnte dies Fragen aufwerfen zur Integrität und Vertraulichkeit sensibler Kommunikation sowohl innerhalb dieses Landes als auch zwischen diesem Land und seinen Verbündeten."

(gi/afp)