Symbolbild: epa/David Chang

Dax fällt unter 13.100 Punkte

21.11.2019 7:54 Uhr

Die Börse befindet sich wieder fest im Griff des amerikanisch-chinesischen Handelsstreites. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich am Mittwoch risikoscheu. So drohte US-Präsident Donald Trump China mit höheren Strafzöllen, falls es zu keiner Einigung kommt. China indes reagierte scharf auf die Einmischung der USA im Konflikt des Landes mit der Sonderverwaltungszone Hongkong.

Bis zur Mittagszeit sank der Dax um 1,03 Prozent auf 13 085,44 Punkte. Der MDax verlor gegen Mittag 0,70 Prozent auf 27 103,52 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,84 Prozent ein.

Wirecard zieht Aufmerksamkeit auf sich

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt zogen die Aktien von Wirecard als Dax-Schlusslicht Aufmerksamkeit auf sich. Ihren Verlust konnten die Papiere des Zahlungsabwicklers allerdings deutlich von mehr als 5 Prozent auf zuletzt 2,8 Prozent reduzieren. Wie das "Handelsblatt" (Mittwoch) berichtete, erhielt die Singapur-Tochter kein Testat für die Jahresbilanz 2017. Dazu hieß es von Wirecard, dass wegen der laufenden Ermittlungen nicht alle Daten hätten vorgelegt werden können, dies aber für den Konzernabschluss nach IFRS irrelevant sei.

Die Autowerte im Leitindex schwächelten im Zuge des wieder aufgeflammten Zollstreits. Die Papiere des Zulieferers Continental büßten 2,3 Prozent ein, während es für Daimler, VW und BMW zwischen 0,9 und 1,2 Prozent abwärts ging.

Die Anteile der Lufthansa sanken um 2,0 Prozent. So ist nicht nur die in der vergangenen Woche vereinbarte umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter geplatzt. Inzwischen droht auch die Gewerkschaft Verdi kurz vor dem geplanten Verkauf der Catering-Sparte LSG Sky Chefs dem Unternehmen mit Streiks.

Im MDax büßten die Aktien von Rheinmetall am zweiten Tag einer Kapitalmarktveranstaltung 5,8 Prozent ein. Der Autozulieferer und Rüstungskonzern blickt inzwischen vorsichtiger auf die Geschäftsentwicklung.

(an/dpa)

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