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Dax bleibt angeschlagen

8.5.2019 23:55 Uhr

Auch nach dem zweiten verlustreichen Tag bleibt der Dax angeschlagen. Der deutsche Leitindex konnte am Mittwoch seine moderaten Gewinne aus dem frühen Handel nicht verteidigen und lag gegen Mittag 0,12 Prozent tiefer bei 12 078,13 Punkten. An den beiden Vortagen hatte das Börsenbarometer bereits unter den wieder zunehmenden Risiken im Handelskonflikt zwischen den USA und China gelitten.

Der MDax der mittelgroßen Werte stand am Mittwoch noch 0,07 Prozent höher bei 25 475,96 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab zuletzt etwas nach.

Im Fokus standen hierzulande vor allem neue Quartalsberichte. So stimmt das rasante Wachstum beim Zahlungsabwickler Wirecard den Dax-Neuling für das Gesamtjahr beim Gewinn zuversichtlicher. Die Aktien zogen um mehr als 2 Prozent an und zählten damit den Favoriten im Dax.

Den ersten Platz im Leitindex sicherten sich die Papiere von Siemens mit einem Plus von gut 4 Prozent. Der Technologiekonzern schnitt im zweiten Geschäftsquartal besser ab als erwartet. Zudem kündigte das Unternehmen an, sich von der Energiesparte trennen und diese an die Börse bringen zu wollen.

Gewinnrückgang bei Munich Re

Höhere Katastrophenschäden brockten dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re zum Jahresstart einen deutlichen Gewinnrückgang ein. Für die Anteilsscheine ging es um mehr als 2 Prozent nach unten.

Unter den im MDax gelisteten Unternehmen zogen die Papiere von Morphosys um rund 2 Prozent an. Sprudelnde Meilensteinzahlungen und Tantiemen ließen den Umsatz des Biotechnologieunternehmens zum Jahresstart kräftig steigen.

Im Nebenwerte-Index SDax stiegen die Aktien von Schaeffler um gut 1,5 Prozent. Der Autozulieferer schnitt laut dem Analysten Manuel Tanzer vom Investmenthaus Pareto in einem schwierigen Umfeld besser ab, als nach dem sehr schwachen vierten Quartal befürchtet worden war. Die Papiere von Heidelberger Druck jedoch sackten um rund 6 Prozent ab. Das vierte Geschäftsquartal sei zwar stark gewesen, der Ausblick enttäusche aber, erklärte Commerzbank-Analyst Malte Schulz.

(an/dpa)

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