Daums Fenerbahce verlor im letzten Spiel erneut die Meisterschaft. (2005/2006) Türkei Süperlig- Spiel zwischen Fenerbahce und Trabzonspor im Sükrü Saracoglu Stadion in Istanbul/IMAGO / Seskim Photo

Daum warnt Özil: „Das hat er in seinen schlimmsten Zeiten nicht erlebt.“

11.2.2021 21:55 Uhr

Während die Medien die ersten Leistungen von Mesut Özil im Fenerbahce-Istanbul bewerten, kommentiert auch der ehemalige Trainer des blau-gelben Teams die Erwartungen an den einstigen Nationalspieler.

Nicht nur die türkischen Medien nehmen Mesut Özils Start bei Fenerbahce unter die Lupe, auch in die deutsche Presse hat ihr Augenmerk auf den einstigen Spieler der Nationalelf gerichtet. Während der Transferperiode verpflichtete der Istanbuler Fußballclub Fenerbahce den Ex-Weltmeister mit einem Dreieinhalbjahresvertrag. In seinen ersten Spielen verließ seine Mannschaft das Feld dennoch nicht als Sieger. Nach der Derbypleite gegen Galatasaray, schied sie auch in der Pokalrunde gegen Basaksehir-Istanbul aus.

Özil brauch mehr Zeit

Mesut Özil von Fenerbahce während des "Ziraat Türkei Pokal-Spiels" zwischen Fenerbahce und Basaksehir im Ülker-Stadion in Istanbul/ IMAGO

Der weltberühmte Fußballer wurde erst im Laufe des Spiels eingewechselt. Er sei als Retter gekommen, habe Fenerbahce aber kein Glück gebracht, heißt es. Zwar hatte er in den letzten Zügen der Basaksehir Begegnung eine Gelegenheit, die blieb jedoch erfolglos. Trotzdem fallen anerkennende Worte für sein engagiertes Spiel und die gute Defensive.

Man ist sich einig, Mesut Özil braucht Zeit, mehr Zeit für mehr Spielpraxis. Kommentarlos verließ er nach den Niederlagen den Rasen, Enttäuschung zeichnete sein Gesicht. Die Erwartungen an ihn seien hoch. Auch die Fans sei klargeworden, dass sie sich in Geduld üben müssen. Wie lange das hält, sei ungewiss, so von deutscher Seite.

Türkei-Experte Daum teilt Özil eigene Erfahrungen mit

Davor warnt auch der Türkei-Experte Christoph Daum, er kennt die türkische Fußballmentalität nach mehreren Trainerstationen in der "Süperlig" und beruft sich auf eigene Erfahrungen: "Er wird, wenn die Leistung mal nicht stimmt, dermaßen unter der Gürtellinie angegriffen, das hat er selbst in schlimmsten Zeiten bei der deutschen Nationalelf nicht erlebt. Da wird mit ganz anderen Bandagen gearbeitet." Unmittelbar nach der Niederlage gegen Basaksehir teilte Daum auf seinem Instagram-Account eine Aufnahme mit seiner Ehefrau vor der Sultanahmet-Moschee. Unter dem Post steht auf Türkisch „Die Türkei ist meine zweite Heimat.“ Dabei fällt die blau-gelbe Krawatte des früheren Fener-Trainers auf.

(Hurriyet)

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