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Das muss man über die G20 wissen

28.6.2019 8:38 Uhr

Alles, was in der Politik Rang und Namen hat, trifft sich an diesem Wochenende im japanischen Osaka. Alles, was man darüber wissen sollte, finden sie hier.

- Die "Gruppe der 20" vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels.

- Der G20 gehören die Europäische Union und 19 führende Wirtschaftsnationen an: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA.

- Die Gruppe wurde 1999 in Berlin gegründet - zunächst aber nur auf Ebene der Finanzminister. Auslöser war die Finanzkrise in Asien.

- Nach Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 kamen erstmals auch die Staats- und Regierungschefs der Gruppe zusammen und koordinierten erfolgreich ein gemeinsames Vorgehen. Seither treffen sie sich regelmäßig.

- Die Krise vor gut zehn Jahren katapultierte die G20 zum zentralen Forum der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, doch gehen ihre Themen heute weit darüber hinaus. Die G20 steht für einen neuen Multilateralismus, der aber durch die «Amerika Zuerst»-Politik von US-Präsident Donald Trump unter die Räder gerät.

- Zu jedem Gipfel werden Gastländer eingeladen. Auch kommen große internationale Organisationen hinzu: Die Vereinten Nationen, der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, die Welthandelsorganisation (WTO), der Finanzstabilitätsrat, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

- Die Gipfel enden mit einem gemeinsamen Kommuniqué, doch sind die Beschlüsse nicht bindend. Die G20 kann nur einen Kurs bestimmen oder politisch Schwung erzeugen. Allerdings muss sich die Gruppe daran messen lassen, was sie beschlossen hat und davon auch umsetzt. Der Wert der Gipfel liegt auch in den informellen bilateralen Treffen jenseits der offiziellen Tagesordnung.

- Die Gipfel werden von der Zivilgesellschaft (Civil 20) in einem C20-Prozess begleitet. Entwicklungsorganisationen und andere regierungsunabhängige Gruppen formulieren dabei ihre Forderungen wie den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit oder mehr Programme für Bildung oder Gesundheit.

- Neben der G20 gibt es weiter die 1975 gegründete G7-Gruppe der sieben großen Industrienationen, die sich als westliche Wertegemeinschaft versteht. Zu ihnen gehören Deutschland, Frankreich, die USA, Großbritannien, Japan, Italien und Kanada.

- Mit Russland wurde 2002 die G8 gegründet, die aber nur bis 2013 hielt. Wegen der russischen Annexion der Krim platzte 2014 der Gipfel im russischen Sotschi am Schwarzen Meer. Ohne Russland tagte die Gruppe stattdessen wieder als G7 in Brüssel. Eine Rückkehr Russlands in die Gruppe ist gegenwärtig kein Thema.

(be/dpa)

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