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Das Juwel der Ägäis: Türkei-Urlaub in Ayvalik​

16.6.2020 14:26 Uhr

Ayvalik hat kaum etwas mit einem gewöhnlichen türkischen Urlaubsort gemein. Die Ferienregion rund um die gleichnamige Stadt ist auf entspannende Weise still, die Atmosphäre gelassen. Massentourismus kennt man hier nicht.

Urlaubsort für Paare

Insbesondere Paare kommen gern nach Ayvalik, das in der Provinz Balikesir mittig zwischen Canakkale (163 Kilometer) und Izmir (151 Kilometer) an der türkischen Ägäis liegt. Die Besucher schätzen die Ruhe, die Ursprünglichkeit und den Charme dieser Region. Unterkunft bieten kleine Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen auf dem schmalen Küstenstreifen oder der Insel Alibey (auch bekannt als Insel Cunda). Diese ist über einen Deich mit dem Festland verbunden. Per Dolmus kommt man hinüber. Mit dem Boot, beispielsweise auf einer Segeltour, gelangt man auch zur griechischen Insel Lesbos, die direkt gegenüber liegt.

Von Ayvalik kann man bis Lesbos blicken (Bild: imago images / Arabic Eye)

Mediterranes Flair

Fischerboot in Ayvalik. Im Hintergrund die berühmten Olivenbaumfelder. (Bild: imago images/ blickwinkel)

Es gibt zahlreiche kleine Strände, z. B. Sarimsakli, und auf der Insel einige versteckte Buchten, die zum Sonnen und Baden im tiefblauen Wasser einladen. Die verwinkelten Gassen des Fischerortes Ayvalik sind gesäumt von Eisdielen, Cafés und Weinhäusern. In den Tavernen wird Live-Musik gespielt. Am Meer gibt es auf die Zubereitung von frisch gefangenem Fisch spezialisierte Open-Air-Restaurants.

Der Fischerhafen von Ayvalik (Bild: imago images / Westend61)

Ein Großteil der Einwohner von Ayvalik lebt vom Olivenanbau. Zwei Millionen Olivenbäume wachsen in der Region und machen sie zum größten Anbaugebiet des Landes. Neben Speiseöl wird im Ort Seife hergestellt.

Die Ayvalik-Häuser

Historische griechische Stadthäuser verleihen der Altstadt von Ayvalik Charakter. "Ayvalik-Häuser" nennt man sie. Alle weisen Elemente der ionischen und korinthischen Ordnung vor, beispielsweise von Säulen flankierte Eingangsbereiche. Typisch ist auch ein massiver, aus Zedernholz gefertigter Balken im Hausinneren, der das Gebälk des Erdgeschosses trägt und die Luftfeuchtigkeit reguliert. An den Decken befinden sich Gemälde. Im Erdgeschoss vieler dieser Häuser befinden sich Shops oder Lagerplätze für gigantische Olivenölgefäße. Untergrund wurden Zisternen gebaut, welche die Wasserversorgung während trockener Zeiten sicherstellten. Auch entlang der Küstenstraße gibt es einige sehenswerte Herrenhäuser, von denen einige heute als Boutique-Hotels dienen.

Essen auf dem Teufelstisch

Ein Ausblick vom Seytan Sofrasi (Bild: imago images/ Westend61)

Ein wenig außerhalb der Stadt befindet sich ein beliebter Aussichtspunkt namens Seytan Sofrasi, was übersetzt "Teufelstisch" bedeutet. Der Platz ist aus Lava entstanden. Im Fels gibt es einen Abdruck, von dem die Einheimischen glauben, dass es sich um den Fußabdruck des Teufels handelt. Für Abschreckung sorgt das aber nicht. Im Gegenteil, im dort ansässigen Open-Air-Restaurant sitzt, isst und trinkt man gern.

Ayvalik im Morgengrauen (Bild: imago images / Panthermedia)

(jk)

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