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Das asiatische Istanbul hat viel zu bieten

25.12.2019 15:36 Uhr

Der Stadtteil Üsküdar befindet sich am Bosporus auf der asiatischen Seite von Istanbul. Gern besucht wird er vor allem wegen seiner Authentizität, aber auch wegen einiger Sehenswürdigkeiten jenseits der Touristenpfade.

Üsküdar liegt direkt gegenüber Besiktas und neben Kadiköy. Aufgrund guter Verbindungen gelangt man von der europäischen Seite leicht dorthin, zum Beispiel mit der Fähre. Mehrmals täglich setzen Boote von unterschiedlichen Orten der europäischen Seite über. Alternativ und besonders schnell kann man mit den Zügen des Marmaray durch den Tunnel fahren oder sich vom Taxi über die Bosporus-Brücke bringen lassen.

Was gibt es in Üsküdar zu sehen?

Üsküdar ist sehr viel konservativer als andere Bezirke der Metropole, doch es hat eine ähnlich freundliche Willkommenskultur. Zu den versteckten Perlen gehören eine Reihe von Moscheen – im Bezirk gibt es scheinbar mehr als man zählen kann. Besonders sehenswert sind die Mihrimah Sultan Moschee und die Semsi Pasa Camii, welche beide Mitte des 16. Jahrhunderts von Mimar Sinan gebaut wurden. Er hat den Ruf des berühmtesten Architekten des Osmanischen Reiches. Die Moschee Yeni Valide Cesmesi ist wegen der in ihre Fassade eingearbeiteten Vogelhäuser populär, wohingegen die Sakirin Moschee durch ein schon launenhaft-weibliches Interior betört.

Weitere Sehenswürdigkeiten des Stadtteils sind der Beylerbeyi Palast am Flussufer und das coolste Kulturzentrum von ganz Istanbul, Nevmekan Sahil. Es beherbergt eine Kunstgalerie, ein Café und eine beeindruckende Bibliothek und wird oft als Veranstaltungsort genutzt. Zum ikonischen Leanderturm, der Üsküdars Wahrzeichen ist, setzen Boote über.

Entspannung und Genuss in Üsküdar

Abwechslung zu Geschichte, Kultur und Architektur gibt es auf dem Fischmarkt, im Capitol Einkaufszentrum, im ebenfalls von Mimar Sinan erbauten Hamam oder auf einem Spaziergang entlang des Bosporus zum Sonnenuntergang. Vom Berg Camlica Tepesi aus hat man eine fabelhafte Aussicht. Der Karadscha Ahmad Friedhof ist der älteste Friedhof der Türkei. Er wurde im 14. Jahrhundert angelegt, ist in unterschiedlich religiöse Sektionen unterteilt und beherbergt zahlreiche historische Gräber.

In den Lokalen und Restaurants steht das Schlemmen im Vordergrund. Im Katibim Café & Restaurant gibt es nicht nur traditionell türkisches Essen, sondern auch einen Blick auf den Fluss, Brettspiele und Wasserpfeifen. Im Kanaat werden Gerichte aus der Zeit des Osmanischen Reiches gekocht. Das Cimen Café ist für sein Gebäck und seine Desserts bekannt.

(gi/dpa)

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