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Dünnes Eis erschwert Arktis-Expedition

23.11.2019 16:14 Uhr

Der Norweger Borge Ousland und der Südafrikaner Mike Horn leiden bei ihrer Durchquerung der Arktis unter dem Klimawandel. Die beiden 57-jährigen und der 53-jährigen Forscher mussten die eigentliche Route häufig ändern, denn weitaus dünnere Eisschichten als gewöhnlich machten ihr Durchquerungsvorhaben gefährlich. Auch abdriftende Eisschollen sorgten sorgten für zusätzlichen Zeitbedarf, wie ein Expeditionssprecher am Samstag mitteilte.

"Wegen des Klimawandels ist das Eis dünner als sonst, was dazu führt, dass es leichter abtreibt", sagte Ebbesen. Normalerweise seien die Bewegungen der Eisplatten ein Vorteil, weil sie den Extremsportlern dadurch einige Kilometer erleichterten. Jedoch hätten Winde das dünne Eis kontinuierlich in eine andere Richtung driften lassen, wodurch die beiden Männer laut Ebbesen jeden Tag um etwa drei bis fünf Kilometer zurückgetrieben wurden.

Essensvorräte sind nur noch begrenzt vorhanden

Ousland und Horn hofften nun, ihre Expedition bei günstigeren Wetterverhältnissen innerhalb der kommenden zehn bis zwölf Tage beenden zu können - nur so lange reichten noch ihre Essensvorräte, sagte der Expeditionssprecher. Bard Mortensen, Sprecher einer Rettungszentrale im Norden Norwegens, sagte, Einsatzkräfte würden vorsichtshalber mögliche Rettungspläne prüfen. Ein Helikopter könne die beiden Männer im Ernstfall von einer nahegelegenen norwegischen Stadt aus retten, sagte er.

Ousland und Horn waren nach Angaben von Mortensen aber überzeugt, ihre Expedition aus eigenen Kräften und ohne Hilfe von außen beenden zu können. Sie seien in einer "überraschend guten Verfassung", sagte Expeditionssprecher Ebbesen. Zwar hätten sie leichte Erfrierungen, was jedoch normal für eine solche Expedition sei. Den Angaben zufolge waren die beiden Männer am 25. August mit einem Segelschiff von Alaska aus zu ihrer Expedition aufgebrochen und befanden sich seit dem 12. September mit Skiern auf Eis. Ursprünglich hatten sie geplant, die Arktis-Durchquerung bis Mitte November abzuschließen.

(ce/afp)

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