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Dänemark kritisiert Ausweisung von deutschem Botschafter in Venezuela

7.3.2019 12:33 Uhr

Rückendeckung aus Dänemark: Dänemark ist entsetzt nach der angekündigten Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener <span>in Venezuela</span>.

Er sei zutiefst entsetzt über den Entschluss von Staatschef Nicolas Maduro, "einen Botschafter auszuweisen, der einfach den Willen des venezolanischen Volkes verteidigt hat", schrieb der dänische Außenminister Anders Samuelsen am späten Mittwochabend auf Twitter. Dänemark stehe solidarisch an der Seite Deutschlands und von Außenminister Heiko Maas, um für Demokratie in Venezuela einzutreten.

Maduros Vorwürfe gegen den deutschen Botschafter

Der deutsche Botschafter in Venezuela, Daniel Kriener, war am Mittwoch von Maduros Regierung zur unerwünschten Person erklärt worden. Ihm wurden 48 Stunden Zeit gegeben, um das Land zu verlassen. Maduro wirft ihm vor, sich in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes eingemischt zu haben.

Kriener hatte am Montag gemeinsam mit anderen Diplomaten aus Europa, Lateinamerika und den USA den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó am Hauptstadtflughafen Maiquetía erwartet. Dem Oppositionsführer drohte die Festnahme, weil er trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens und einer Ausreisesperre das Land verlassen hatte.

(gi/dpa)