dpa

Dänemark genehmigt umstrittenen Bau von Pipeline

30.10.2019 23:48 Uhr

Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland ist von der dänischen Energiebehörde genehmigt worden. Das teilte die Behörde am Mittwoch in Kopenhagen mit. Es war die letzte noch ausstehende Genehmigung für die Fertigstellung der Pipeline.

Die Behörde in Kopenhagen erteilte die Erlaubnis, die Pipeline in der Ostsee südöstlich der Insel Bornholm zu verlegen. Sie hatte zuvor noch eine Umweltstudie gefordert.

Umstrittenes Projekt

Die Pipeline Nord Stream 2 befindet sich bereits im Bau; sie soll die Kapazitäten der bestehenden Leitung Nord Stream 1 für russische Gaslieferungen nach Deutschland deutlich erhöhen. Das Projekt ist umstritten, weil es die strategische und wirtschaftliche Bedeutung alternativer Pipelines und traditioneller Transitländer weiter schwächen könnte. Kritiker führen zudem an, Deutschland mache sich zu sehr von russischem Gas abhängig.

Das Nord-Stream-2-Konsortium wird vom russischen Gazprom-Konzern angeführt, der die Hälfte der Finanzierung des 9,5-Milliarden-Euro-Projekts aufbringt. Zu den Beteiligten gehören die deutschen Unternehmen Uniper und Wintershall.

Nach Angaben des Unternehmens vom September ist ein Großteil der Rohre in den Gewässern von Deutschland, Schweden, Finnland und Russland in der Ostsee bereits verlegt. Die Gesamtlänge der doppelläufigen Leitung beträgt gut 2400 Kilometer.

(an/dpa)

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