Symbolbild: epa/Youssef Badawi

Damaskus erhöht Löhne von Staatsbediensteten

21.11.2019 19:05 Uhr

In Syrien sollen angesichts des drastischen Währungsverfalls die Löhne für Staatsbedienstete, Militärs und Rentner erhöht werden. Präsident Baschar al-Assad erließ am Donnerstag einen entsprechenenden Erlass, nach dem die monatlichen Gehälter um 20 000 Syrische Pfund (umgerechnet etwa 35 Euro) angehoben werden sollen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete.

Die Renten sollen demnach um 16 000 Pfund (28 Euro) angehoben werden. Damit reagiert die Führung auf die dramatisch steigenden Preise in dem Kriegsgebiet.

Syrisches Pfund dramatisch gefallen

Seit Beginn des Konflikts in Syrien ist der Wert des Syrischen Pfunds dramatisch gefallen. Einer Analyse der britischen Denkfabrik Chatham House zufolge ist die syrische Währung heute 13 Mal weniger wert als noch zu Beginn des Bürgerkrieges. Im Jahr 2011 entsprach ein Euro etwa 65 Pfund, heute sind es mehr als 560 Syrische Pfund.

Die Wirtschaft des Landes ist wegen des jahrelangen Konflikts und Sanktionen schwer getroffen. Durch den Verfall der nationalen Währung stiegen die Preise dramatisch an. Vier von fünf Syrern leben nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef unter der Armutsgrenze.

(an/dpa)

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