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Dach-Einsturz mit vier Toten: Geldbuße für Pariser Flughafenbetreiber

13.3.2019 19:02 Uhr

Rund 15 Jahre nach dem Einsturz des Daches am Pariser Charles de Gaulle Flughafen wurde der Flughafenbetreiber zu 225.000 Euro Geldstrafe verurteilt.

In dem Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung folgte das Gericht in Bobigny bei Paris am Mittwoch dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Drei am Bau beteiligte Unternehmen müssen Bußen von bis zu 150.000 Euro zahlen. Das Dach des erst elf Monate alten Terminals 2E war im Mai 2004 teilweise eingestürzt und hatte Passagiere sowie Flughafenmitarbeiter unter sich begraben. Vier Menschen kamen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt.

Fehler in Konzeption und Bau

Die behördliche Untersuchung ergab Fehler in der Konzeption und Ausführung des Baus. Demnach war der eingestürzte Gebäudeteil von Anfang an nicht tragfähig. Gerichtliche Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass sich die am Bau beteiligten Akteure mangelhaft abgesprochen hatten.Die teure Glas- und Stahlkonstruktion stammte von dem inzwischen verstorbenen Architekten Paul Andreu, der auch die Oper von Peking entworfen hatte.

(be/afp)