epa/Stefan Hendriks

Crew rutscht buchstäblich ins neue Jahr

31.12.2019 14:28 Uhr

In der Artikis rutscht die Besatzung mit dem Forschungsschiff "Polarstern" zu einem etwas willkürlich gewählten Zeitpunkt ins neue Jahr. «Der traditionelle Zeitbegriff verliert in der Polarnacht und dicht in der Nordpolumgebung etwas seine Bedeutung. Sie können sich die Zeitzone da relativ frei aussuchen», sagte Expeditionsleiter Markus Rex dem Deutschlandfunk.

Die Längengrade, die normalerweise die Zeitzonen festlegen, würden innerhalb kurzer Zeit überquert. «Wir leben zur Zeit an Bord der "Polarstern" auf Moskau-Zeit (...). Und nach der Bordzeit wird natürlich dann auch angestoßen auf der Brücke mit einem Glas Sekt.»

300 Wissenschaftler aus 16 Ländern

Die «Polarstern» driftet seit Oktober mit dem arktischen Meereis - wegen der Polarnacht derzeit umgeben von ständiger Dunkelheit. Während der insgesamt ein Jahr dauernden Expedition werden insgesamt etwa 300 Wissenschaftler aus 16 Ländern an Bord sein. 20 Länder beteiligen sich nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) an der Mission. Ziel ist die Erkundung des Klimasystems in der Zentralarktis.

Rex selbst, der für das AWI arbeitet, verbringt Silvester nicht auf der «Polarstern», er ist gerade auf dem Rückweg nach Norwegen.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.