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Covid-19: Türkei verkündet neue Maßnahmen

29.3.2020 11:28 Uhr

Die türkische Regierung hat am 26. März 2020 diverse neue Maßnahmenpakete für das Land ergriffen, nachdem die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus bis dahin auf 75 gestiegen war und auch die Infektionszahlen weiter kletterten. 7402 Menschen sind laut Gesundheitsminister Fahrettin Koca derzeit offiziell mit Covid-19 infiziert – Tendenz steigend, denn die Testquote nimmt laut offiziellen Meldungen zu.

Koca schrieb auf Twitter, dass in den letzten 24 Stunden 7.641 Tests durchgeführt wurden, was die Gesamtzahl der in der Türkei durchgeführten Tests auf rund 55.000 erhöht. Das Innenministerium gab am späten 26. März 2020 ein Rundschreiben heraus, in dem weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs des Coronavirus ergriffen wurden. Auf Marktplätzen, auf denen Grundnahrungsmittel oder Reinigungsmittel angeboten werden, ist der Verkauf von Produkten, die nicht grundlegend wichtig für den täglichen Bedarf sind, laut Rundschreiben nicht gestattet.

Umfangreiche Einschränkungen des täglichen Lebens

Frisches Gemüse und Obst, das unverpackt auf Marktplätzen verkauft wird, muss von den Verkäufern verpackt werden, um den Kontakt der Kunden mit den Artikeln zu vermeiden. Der Verkauf von nicht wichtigen Gegenständen wie Kleidung, Spielzeug und Taschen wird ab dem 27. März 2020 um 17:00 Uhr Ortszeit (15:00 Uhr MEZ) vorübergehend eingestellt. Zwischen den Ständen muss ein Abstand von mindestens drei Metern eingehalten werden, um die Dichte auf den Marktplätzen zu verringern.

Am 24. März verhängte die Türkei bereits Beschränkungen für die Öffnungszeiten von Lebensmittelgeschäften und die Anzahl der Kunden, die in Geschäften zugelassen sind, auf 50 Prozent der Kapazität. Ankara hat bereits Schulen, Cafés und Bars geschlossen, Massengebete verboten, Sportspiele verschoben und Flüge in viele Länder ausgesetzt.

Zahlungen, Vorbereitungen und andere Verfahren für angehende türkische Pilger nach Saudi-Arabien wurden nach dem Ausbruch des Coronavirus auf unbestimmte Zeit eingestellt, teilten die türkischen Behörden am 27. März mit. Die Schulungen für Pilgerkandidaten und Aufgabeverfahren für Gepäck, Bücher und andere Materialien sowie die Auswahl und Schulung der Mitarbeiter wurden bis auf weiteres eingestellt, sagte die türkische Direktion für religiöse Angelegenheiten.

(ce)

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