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Coronavirus: Türkische Süper Lig wird unterbrochen

19.3.2020 17:41 Uhr, von Chris Ehrhardt

Für viele Trainer, Spieler, Beobachter und Fans war es eine längst überfällige Entscheidung: Die Süper Lig in der Türkei wird unterbrochen und der Spielbetrieb ist vorläufig ausgesetzt worden. Diese Entscheidung kam jedoch nicht vom türkischen Fußballverband TFF, sondern direkt aus der Politik. Mehmet Muharrem Kasapoglu, Minister für Jugend und Sport in der Türkei, hat nach einer Beratung mit Experten entschieden, der Ligabetrieb wird unterbrochen. Kasapoglu ist darüber hinaus Präsident der Sportverbände für den Fußball, Handball, Volleyball und Basketball.

Hieß es vonseiten des Fußballverbandes vorher noch, man werde ohne Zuschauer weiterspielen, machte die Politik nun Nägel mit Köpfen. Ziel ist es, eine Gesundheitsgefährdung der Spieler, der Betreuer, der Busfahrer und der Offiziellen zu verhindern. Ein Zeitfenster, wie lange die Unterbrechung andauern soll, wurde nicht genannt. Man geht aber allgemein davon aus, dass vorerst für drei bis vier Wochen geplant worden ist und die Pause der Süper Lig auch so lange andauern wird.

TFF-Präsident will beim Liga-Relaunch vor Publikum spielen

Nach der Verkündung aus der Politik meldete sich auch Nihat Özdemir, Präsident des türkischen Fußballverbandes TFF, erneut zu Wort. Er drückte seine Hoffnung aus, dass man den Spielbetrieb in Kürze wieder aufnehmen könne – was immer auch "in Kürze" in diesem Zusammenhang bedeutet. Zudem sagte Özdemir, dass er wolle, dass dann auch wieder mit Zuschauern im Stadion gespielt würde. Ob das realistisch ist oder ein frommer Wunsch bleibt, muss abgewartet werden. Hier werden die kommenden Tage und die Fallzahlenentwicklung beim Coronavirus in der Türkei eine große Rolle spielen.

Özdemir jedenfalls betonte, dass sein Verband umgehend in die Arbeits- und Planungsphase gehen werde, um für einen Relaunch der Saison gerüstet zu sein.

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