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Coronavirus sorgt für Olympia-Quali-Verlegung nach Australien

27.1.2020 8:48 Uhr

Der Ausbruch des Coronavirus in China hat immer mehr Auswirkungen auf den Sport. Wie die asiatische Fußball-Konföderation AFC am Sonntag mitteilte, wird das für Anfang Februar geplante Olympia-Qualifikationsturniers im Frauenfußball nicht in Nanjing/China sondern in Sydney stattfinden. Der chinesische Fußballverband CFA habe sich demnach wegen der "aktuellen Situation" als Ausrichter zurückgezogen. Zuvor war das Turnier, an dem Australien, China, Taiwan und Thailand teilnehmen, bereits von Wuhan nach Nanjing verlegt worden.

"Die Sicherheit der Spieler, der Offiziellen und der Fans ist von höchster Bedeutung. Wir sind zuversichtlich, dass wir ein erfolgreiches Turnier in Sydney ausrichten werden", sagte Chris Nikou, Präsident des australischen Fußballverbands FFA. In der Millionenmetropole Wuhan war der neue Erreger erstmals aufgetreten. Inzwischen sollen sich rund 2000 Menschen infiziert haben, mehr als 50 starben bereits daran. Das Virus hat inzwischen rund ein Dutzend weitere Länder erreicht.

Wird auch Ski-Alpin-Testevent verlegt?

Am vergangenen Freitag war bereits ein Qualifikationsturnier für die Box-Wettkämpfe bei den Sommerspielen in Tokio von Wuhan nach Jordanien verlegt worden. Nach Angaben des Internationalen Olympische Komitees (IOC) werde der Wettbewerb vom 3. bis 11. März in der jordanischen Hauptstadt Amman stattfinden. Der Hongkong-Marathon, der eigentlich am 9. Februar stattfinden sollte, wurde abgesagt.

Offen ist hingegen noch die Austragung des Ski-Alpin-Testevents für die Olympischen Spielen in Peking 2022, das für Mitte Februar in Yanqing geplant ist. Dort soll es einen Super-G und eine Abfahrt geben. "Es besteht nicht die Absicht, irgendwelche Risiken einzugehen", sagte Sarah Lewis, Generalsekretärin des Weltverbandes FIS, am Rande des Weltcups in Kitzbühel: "Wir folgen natürlich den Anweisungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und sind in enger Abstimmung mit dem IOC." Am Mittwoch soll auf einem Treffen in Garmisch-Partenkirchen über das weitere Vorgehen beraten werden.

(ce/afp)

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