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Coronavirus: Regierung erwägt Schließung von Geschäften

17.3.2020 0:01 Uhr

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die Bundesregierung vorgeschlagen, dass eine Vielzahl von Geschäften geschlossen bleiben soll. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings geöffnet bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen erfuhr.

Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet und eine Vielzahl an möglichen Maßnahmen berichtet, die das tägliche Leben nachhaltig tangieren. Deutschlands Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf einrichten, dass man sich organisieren muss.

Kein sogenannter "Shutdown"

Aus den Regierungskreisen hieß es, natürlich würden auch Supermärkte geöffnet bleiben. Es handele sich gerade nicht um einen sogenannten "Shutdown", bei dem alle Läden geschlossen würden.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat der Kabinettsausschuss den Bundesländern eine neue Liste mit Empfehlungen zukommen lassen, die die sozialen Kontakte im öffentlichen Bereich auf ein Minimum reduzieren sollen. Demnach sollen weiterhin Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen und Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel geöffnet bleiben.

Bundesregierung delegiert Verantwortung in die Länder

Die Schließungsvorschläge der Bundesregierung, welche die Länder selbst umsetzen müssen, lesen sich umfassend. Kirchen, Moscheen, Synagogen, Gebetshäuser anderer Konfessionen, Bordelle, Spielcasinos, Theater, Kneipen, Museen, Kinos usw. - es handelt sich dabei einmal um das volle Unterhaltungspaket, das stillgesetzt wird. Doch auch Bildungseinrichtungen aller Art sollen geschlossen werden, sofern es die Länder umsetzen können oder wollen.

Was vom Tisch zu sein scheint, ist eine Komplettschließung des Flughafens in Frankfurt. Der wird als Hub angesehen, dass auch Menschen aus anderen Ländern ehimkehren können. Dafür will man sogar am Nachflugverbot rütteln, sofern Airlines eine Sondergenehmigung beantragen.

(an/dpa)

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