Hürriyet

Coronavirus: Polizei in Izmir soll Hochzeiten kontrollieren

15.8.2020 12:07 Uhr

Polizeiteams sollen in der Türkei an Zeremonien wie Hochzeiten und Verlobungen als „Beobachter“ teilnehmen, um darauf zu achten, dass trotz der Menschenmengen die soziale Distanz bewahrt wird und Gesichtsmasken getragen werden. Dies geschieht nach dem merklichen Anstieg bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der letzten Woche.

Während die „Beobachterpolizisten“ vor der Zeremonie mit Braut und Bräutigam zusammenkommen und ihre Gründe für den Aufenthalt am Veranstaltungsort erläutern, informieren sie auch die Gäste über die Wichtigkeit der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Des Weiteren erinnern sie alle Beteiligte daran, dass einige administrative Sanktionen verhängt werden, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.

Risiko-Tanz „Halay“

„Halay“ und andere traditionelle Volkstänze stellen nach Angaben der Beamten das größte Risiko einer Ansteckung bei Hochzeiten dar.

Die Menschen in der Türkei feiern Hochzeiten mit dem traditionellen „Halay-Tanz“, bei dem sich die Menschen gegenseitig an den Händen oder Schulter an Schulter fassen, tanzen und eine Kette von Menschen bilden. Aber inmitten der Pandemie im Land fordern die Behörden die Menschen dazu auf, dass sie beim Tanzen statt der Hände lieber Stöcke halten.

Die Polizei erhält auch Unterstützung von "Bekcis", privaten Wachleuten, aufgrund des Ansturms an Hochzeiten an den Wochenenden in der ägäischen Provinz Izmir. Hier finden in der Woche durchschnittlich 200 Hochzeiten statt.

(gi)

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