Symbolbild: imago images/Westend61

Coronavirus führt zu weniger Touristen auf Mallorca

5.3.2020 12:26 Uhr

Auf Mallorca ist die Zahl der internationalen Besucher zu Jahresbeginn unter anderem wegen des neuartigen Coronavirus drastisch eingebrochen. Dem spanischen Statistikamt INE zufolge ging die Zahl der ausländischen Touristen im Januar auf den vier Balearen-Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera im Vergleich zum Vorjahr um fast 27 Prozent zurück.

Als Ursache für den Rückgang nannte der Sprecher des balearischen Tourismusministeriums, Hugo Sáenz, unter anderem die Verunsicherung der Reisenden aufgrund der Ausbreitung des Covid-19-Erregers. Auf Mallorca waren bis Mittwoch fünf bestätigte Fälle bekannt geworden.

Dazu kommt die Pleite von Thomas Cook

Sáenz machte zudem die Thomas-Cook-Pleite und die dadurch verringerten Flugverbindungen sowie das im Januar auf den Inseln und auf dem spanischen Festland wütende Sturmtief Gloria für Absagen von Reisenden verantwortlich. Der Sprecher relativierte aber gleichzeitig die gesunkenen Besucherzahlen: "Der Anteil der spanischen Urlauber ist im Januar dafür um rund zehn Prozent gestiegen", hieß es.

Die deutschen Urlauber stellten der Statistik zufolge im ersten Monat des Jahres mit 52,4 Prozent nach wie vor die größte ausländische Urlaubergruppe auf den Balearen - jedoch kamen 22 Prozent Bundesbürger weniger als im Januar 2019. Spätestens seit der Absage der für die spanischen Urlaubsinseln wichtigen Internationalen Tourismusbörse ITB wegen des Coronavirus blicken die Verantwortlichen auf Mallorca besorgt auf die kommende Saison.

Tourismusminister Iago Negueruela hat vor wenigen Tagen angekündigt, sich in dieser Woche trotz der abgesagten Messe mit den großen deutschen Reiseveranstaltern in Berlin treffen zu wollen. Ziel ist es, einem der wichtigsten Märkte der Inseln eine beruhigende Botschaft zu übermitteln.

(an/dpa)

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