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Coronavirus: In diesen Bundesländern bleiben Schulen und Kitas zu

13.3.2020 8:51 Uhr

Die Maßnahmen in der Coronavirus-Krise werden immer schärfer: Erst verkündete Bayern und das Saarland am Vormittag eine Schlißeung von allen Schulen ab Montag, dann folgten Niedersachsen, Berlin und Bremen. Und nun sind es folgende Bundesländern, in denen Sofortmaßnahmen zur Einbremsung des Coronavirus losgetreten wurden:

  • - Berlin,
  • - Bayern,
  • - Saarland,
  • - Niedersachsen,
  • - Bremen,
  • - Schleswig-Holstein,
  • - Hamburg,
  • - Mecklenburg-Vorpommern und nun auch
  • - Nordrhein-Westfalen.


In Bayern sollen bis zum Beginn der Osterferien am 6. April alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen bleiben, wie es aus Regierungskreisen heißt. Im Saarland läuft die Schließung sogar bis zum Ende der Osterferien am 24. April.

Im Saarland geschehen die Schließungen aufgrund der Situation des Bundeslandes als Grenzland, teilte die Staatskanzlei mit. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt, womit auch in Bayern zu rechnen ist. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. Heute berät im Saarland die Ministerkonferenz über das weitere Vorgehen. Die Minister treffen sich in einer außerordentlichen Sitzung. Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, erklärte ein Sprecher.

Berlin mit Stufenplan

Niedersachsen macht als nächstes Bundesland alle Schulen dicht. Sie bleiben nach dpa-Informationen ebenfalls von Montag an dicht. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen.

Berlin will ab der nächsten Woche stufenweise seine Schulen und Kitas schließen. Die Schließungen sollen am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen, wie die Senatskanzlei mitteilte. Außerdem soll der öffentliche Nahverkehr auf ein Mindestmaß reduziert werden; der Fokus soll auf dem Schienenverkehr liegen.

Die Senatskanzlei erklärte zugleich, kritische Infrastrukturen, Gas-, Strom- und Wasserversorgung sollten weiter gewährleistet bleiben. Ebenso solle der Betrieb von Krankenhäusern, der Feuerwehr und der Polizei gewährleistet bleiben. Vorerst sollen die Maßnahmen den Angaben zufolge bis Ende der Osterferien am 19. April laufen.

Auch in Bremen geht ab Montag im Schulbetrieb nichts mehr. Das teilte der Senat in der Hansestadt nach einer Sondersitzung mit. "Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es. Wie lange Unterricht und Betreuung ausfallen sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Weitere Bundesländer werden folgen

In Baden-Würtemberg und in Nordrhein-Westfalen laufen Beratungen des Kabinetts. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag waren großflächige Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Konferenz schließe jedoch eine derartige Maßnahme nicht aus, sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) rechnet heute mit einer Entscheidung über Schulschließungen. Auch über Kitas in NRW solle in diesem Zusammenhang entschieden werden, sagte Gebauer am Morgen bei WDR5. Zuvor war am Freitag bekannt geworden, dass im Saarland und Bayern ab Montag Schulen und Kitas bis zu den Osterferien geschlossen bleiben.

Großeltern sollten nicht betreuen

Gebauer geht davon aus, dass das Kabinett in NRW - das heute Vormittag zusammen tritt - zu einer Entscheidung kommt. Die Ministerin betonte, dass Schulen "Orte sozialer Kontakte" seien, wie sie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag angesprochen habe. Merkel hatte gesagt, man solle zur Zeit möglichst auf soziale Kontakte verzichten, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.

Die Schulministerin sagte, dass bei möglichen Schulschließungen ab Montag auf einen Schlag 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche ohne geregelte Betreuung wären. "Großeltern können nicht dazu gezogen werden" um zu helfen, sagte Gebauer - denn die sollten ja gerade geschützt werden. Die Frage sei, wie man dann mit Kindern umgehe, die Betreuung brauchten.

Zuletzt aktualisiert : 3/13/2020 13:22

(bl/dpa)

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