DHA

Coronavirus: Ausgangs-Dilemma für zwei Dörfer in der Türkei

6.4.2020 20:33 Uhr

Bei den Bewohnern zweier Dörfer in der Türkei ist die Verunsicherung groß. Geteilt durch eine Straße fristen die Orte Senbolluk und Ambartepe ihr Corona-Dasein. Problem: Senbolluk liegt offiziell in der Provinz Ordu und Ambartepe in der Provinz Samsun. Damit greift die Regelung zum Verkehr zwischen den Provinzen und der ist eigentlich für 15 Tage untersagt. Da ist guter Rat teuer.

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Die Bewohner der beiden Dörfer, die nur einen Steinwurf auseinander liegen, sich aber unter Führung verschiedener Provinzregierungen in der Schwarzmeerregion befinden, wissen nicht genau, wie sie die Verbote für Ein- und Ausgänge in die Provinzen einhalten können. Beide Provinzen haben verfügt, dass es eine vollständige Schließung der Regionen für 15 Tage geben soll. Nur eine sieben Meter breite Straße teilt die beiden Dörfer mit Häusern an beiden Enden.


Sogar der Aufruf zum Gebet von den Moscheen in beiden Dörfern beginnt mit einer Differenz von zwei Minuten und ihre Festnetzanschlüsse haben unterschiedliche Vorwahlen. Die Dorfbewohner haben gesagt, sie wüssten nicht, wie die Regularien für sie seien, denn wenn sie einen Raum betreten, der als zur anderen Provinz gehörend angesehen wird, drohen ihnen möglicherweise Geldstrafen und Vorwürfe wegen Verstoßes gegen die Auflagen.

Ramazan Tinkir, der Dorfvorsteher von Sentepe, sagte, dass das Verbot in der Siedlung nicht funktioniert habe, während Turan Kisla, ein Händler im Dorf Ambartepe, nach weiteren Informationen verlangt. "Wir helfen unseren Kunden aus Samsun, aber unsere Kunden aus Ordu sind nervös. Wir sind jetzt sehr verwirrt. Insbesondere bitten wir unsere Behörden um Hilfe und Informationen für diese Region", sagt Kisla. Am 3. April war die Ein- und Ausreise für 31 Provinzen für die nächsten 15 Tage verboten worden - ausgenommen Lieferungen von Notwendigkeiten wie Lebensmitteln, Medikamenten und Reinigungsmitteln sowie vom Innenministerium genehmigten Logistikfahrzeugen.


(ce)

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