epa/Fernando Villar

Corona-Zahlen in Spanien steigen langsamer

5.4.2020 21:46 Uhr

In Spanien zeigt die seit drei Wochen andauernde Ausgangssperre in der Corona-Pandemie erste Wirkung. Binnen der letzten 24 Stunden seien nur noch gut 6000 Neuinfektionen verzeichnet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf mehr als 130 000. Am Vortag waren in Spanien noch rund 7000 neue Ansteckungen gemeldet worden.

Gleichzeitig wurden wieder fast 4000 an Covid-19 erkrankte Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Damit sind mehr als 38 000 Betroffene wieder gesund.

Neuinfektionen fallen unter fünf Prozent

Die Zuwachsraten sinken ebenfalls. Bei den Neuinfektionen fiel sie auf unter fünf Prozent, nach rund sechs Prozent am Samstag. Bei den Todeszahlen betrug die Rate knapp sechs Prozent. Der positive Trend, unter anderem auch bei der Zahl der Einweisungen in Krankenhäuser und Intensivstationen, wird von den Experten des Gesundheitsministeriums seit Tagen bescheinigt.

Auch die Zahl der neuen Todesfälle geht weiter zurück. Innerhalb von 24 Stunden starben den amtlichen Angaben zufolge 674 Menschen, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert waren. Damit wurden erstmals nach neun Tagen weniger als 800 neue Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl kletterte bis Sonntag auf 12.418.

Ungeachtet der positiven Entwicklung ist Spanien weiterhin weltweit eines der am stärksten von der Krise betroffenen Länder. Das Virus zieht in Spanien vor allem die Regionen Madrid und Katalonien besonders stark in Mitleidenschaft. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte am Samstag eine Verlängerung des seit dem 15. März geltenden Alarmzustands samt Ausgangsbeschränkungen um zwei weitere Wochen bis Mitternacht des 25. April an. Diese Entscheidung muss aber noch vom Parlament gebilligt werden.

(an/dpa)

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