imago images / Photocase

Corona-Pandemie: Geschäftsreisen fast komplett zum Stillstand gekommen

2.12.2020 10:59 Uhr

Eine Sparte des weltweiten Reisens wurde durch das Coronavirus noch massiver als das Segment der Urlaubsreisen getroffen: Die geschäftlichen Dienstreisen. Dieser Reisebereich ist im Vergleich zu 2019 um rund 97 Prozent eingebrochen. Bei den Urlaubsreisen rechnen Experten im Vergleich zu den Geschäftsreisen "nur" mit einem Minus von rund 66 Prozent (zwei Dritteln) im Vergleich zum Vorjahr, während die Geschäftsreisetätigkeit aus Infektionsschutzgründen nahezu gen Null tendiert.

Dies geht aus einer Übersicht des IT-Dienstleisters Coupa hervor, zu denen hunderte Kunden wie Amazon, aber auch Adidas oder Zalando gehören. Bei Amazon wurden durch den Wegfall von Geschäftsreisen sagenhafte eine Milliarde Dollar eingespart, berichtet die "Wirtschaftswoche".

Fürsorgepflicht und Organisationsschwierigkeiten

Die Gründe für den Einbruch sind vielschichtig. Aber die Hauptgründe seien laut dem Chef des Geschäftsreiseverbandes VDR, Christoph Carnier, die Fürsorgepflicht der Unternehmen gegenüber ihren Angestellten, der Wegfall zahlreicher Flugverbindungen während der Pandemie und vor allem die Organisation der Reisen.

Gerade in Deutschland, mit seinen uneinheitlichen und ständig wechselnden Vorschriften und Quarantänepflicht selbst bei negativen Corona-Tests, sorgt die Situation dafür, dass Reisen erschwert werden.

Deutsche und Ostasiaten reisen wieder öfter

Während Geschäftsreisen in Lateinamerika, Afrika und Teilen Asiens fast komplett zum Stillstand gekommen sind, zeigt sich in China und Deutschland langsam wieder ein Gegentrend. Innerhalb Chinas sind rund 80 Prozent der Geschäftsreisenden wieder unterwegs.

Auch die Deutschen sind wieder öfter unterwegs. Wie aus den Daten des VDR hervorgeht, liegen die Reiseausgaben wieder bei rund 20 Prozent im Vorjahresvergleich.

(be)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.