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Corona-Krise: Rossmann aktiviert spezielle Pläne

16.3.2020 16:55 Uhr

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat zur Sicherung des Angebots ihrer Läden in der Coronavirus-Krise spezielle Pläne aktiviert. «Wir haben Prozesse entwickelt, die den betrieblichen Ablauf in unseren Filialen, Verteilzentren und der Zentrale in Burgwedel unter besonderen Umständen sicherstellen», teilte das Unternehmen am Montag mit.

Lieferketten und Logistik seien intakt: «Um die Menschen in dieser Ausnahmesituation weiterhin mit Produkten zu versorgen, arbeiten wir mit großem Einsatz daran, die Warenversorgung flächendeckend aufrechtzuerhalten.» In den vergangenen Tagen waren in etlichen Läden etwa Hygieneartikel wie Desinfektionsmittel, Seifen oder Toilettenpapier nicht zu erhalten, ebenso bei anderen Händlern.

«Die aktuelle Situation nehmen wir sehr ernst», hieß es bei Rossmann. Man unterstütze die Mitarbeiter bei Lösungen zur Kinderbetreuung, nachdem Schulen und Kitas nun für mehrere Woche schließen. «In sieben Bundesländern zählt der Lebensmitteleinzelhandel zu den kritischen Bereichen. Hier ist es für die Mitarbeiter sicher deutlich einfacher, eine Notfallbetreuung in Anspruch zu nehmen.»

Hohe Nachfrage nach Seife und Toilettenpapier

Der Rossmann-Konkurrent dm verzeichnet eine im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegene Nachfrage nach Seife und Toilettenpapier. «So erklärt sich auch, dass diese Produkte temporär in vielen Märkten nicht verfügbar waren oder sind», sagte dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer, ohne genauere Zahlen zu nennen. Man habe aber bereits reagiert und entsprechende Maßnahmen entlang der gesamten Lieferkette ergriffen, betonte er am Montag. Die Filialen seien gehalten, diese Artikel «nur in haushaltsüblichen Mengen» an die Kunden herauszugeben. Auf die Preise habe die hohe Nachfrage keine Auswirkung. In Deutschland gibt es rund 2000 Märkte der Drogeriemarktkette.

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, will für die Beschäftigten des Handels eine Kinderbetreuungsgarantie, wie sie zum Beispiel für Mitarbeiter im Gesundheitswesen vorgesehen ist. «Das gilt erst recht, wenn im Katastrophenfall erweiterte Öffnungszeiten staatlich angewiesen werden sollten», sagte er.

Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus inzwischen die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben.

(gi/dpa)

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