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Corona-Krise: Merkel plant offenbar einen "Lockdown light"

27.10.2020 13:04 Uhr

Das Kanzleramt will nach "Bild"-Informationen bei der Bund-Länder-Runde am Mittwoch wegen der rasant zunehmenden Corona-Neuinfektionen für mögliche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens werben. Demnach plant Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits einen "Lockdown light".

Im Gegensatz zum Frühjahr sollen Schulen und Kitas dann jedoch weiter geöffnet bleiben, außer in Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen, berichtet die Zeitung. Auch der Einzelhandel solle mit neuen Einschränkungen offen bleiben. Laut "Bild" will das Kanzleramt vor allem bei Gastronomie und Veranstaltungen hart vorgehen.

Merkel: "Wir wissen, wie wir uns schützen können"

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Deutschland pocht Merkel auf die Beachtung des Wissenstands als Maßstab für Einschränkungen und begründete indirekt einen möglichen "Lockdown light". "Wir wissen heute etwas mehr über das Virus und auch, wie wir uns schützen können. Wir können zielgerichteter vorgehen. Aber wir sehen auch bei den steigenden Zahlen, dass wir wieder in ausgesprochen schwierige Situationen kommen, wenn wir das, was wir über das Virus wissen, nicht einhalten", erklärte die Kanzlerin.

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Mittwoch in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen. Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun könnten, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Allen sei bewusst, "dass dabei jeder Tag zählt."

(bl/dpa)

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