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Corona-Kampf: Trump macht Merkel ein brisantes Angebot

25.4.2020 13:52 Uhr

Plant er einen Deal mit Hintergedanken? US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Coronavirus-Krise Beatmungsgeräte angeboten.

Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, die USA würden unter anderem Mexiko, Honduras, und Frankreich Beatmungsgeräte schicken - und Deutschland, "sollten sie es brauchen".

Studie: Beatmungsgeräte nicht nützlich

Brisant erscheint das Angebot Trumps an Merkel vor allem deshalb, weil vor wenigen Tagen in den USA eine Studie erschien, die zum Schluss kommt, dass die Nutzung von Beatmungsgeräten bei der Corona-Pandemie schädlich und nicht nützlich sei. Will Trump die Beatmungsgeräte also wieder los werden? Gut möglich.

Die USA hatten angesichts eines befürchteten Mangels an Beatmungsgeräten in großem Umfang solche Apparate hergestellt. Zuletzt schien es aber, als würden nicht alle Beatmungsgeräte benötigt, obwohl die USA das Land mit den weltweit meisten bestätigten Coronavirus-Fällen und Todesopfern sind. Inzwischen wurden dort mehr als 890.000 Infektionen und mehr als 51.000 Tote gemeldet.

Alles nur Sarkasmus?

Trump hatte zuletzt mit der Äußerung für Fassungslosigkeit gesorgt, Coronavirus-Patienten könnten womöglich mit Lichtbestrahlung oder sogar der Injektion von Desinfektionsmitteln behandelt werden. Er bezog sich dabei auf Erkenntnisse, dass Sonnenlicht und Desinfektionsmittel Viren töten können - wohlgemerkt auf Oberflächen oder in der Luft, nicht im menschlichen Körper.

Mediziner und Gesundheitsbehörden auch außerhalb der USA warnten umgehend eindringlich davor, sich Desinfektionsmittel zu spritzen oder zu schlucken. Trump selbst sagte schließlich, seine Äußerungen seien "sarkastisch" gemeint gewesen - was Kommentatoren mit Unglauben quittierten.

(bl/afp)

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