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Corona in der Süper Lig: So wird bei den Spielen damit umgegangen

23.10.2020 10:33 Uhr

Der türkische Fußball wurde von der weltweiten Corona-Pandemie ziemlich hart getroffen, genauso wie der Rest des Landes. Vor allem im März und April wurden die Höchstwerte von Neuinfektionen registriert. Bereits Mitte März hatte der türkische Fußballverband TFF die Reißleine für die Saison 2019/2020 gezogen. Mittlerweile wurden die restlichen Spiele jedoch nachgeholt und die neue Saison hat begonnen.

Süper Lig leidet unter Pandemie

Wie in so vielen Ligen weltweit hat auch der Fußball in der Türkei dieses Jahr nicht unbeschadet überstanden. Am 19. März wurden die noch ausstehenden Spiele bis auf weiteres verschoben. Zunächst war damals noch geplant, dass man die Saison im Juni sogar mit Zuschauern in den Stadien beenden könne.

Dieser Plan ging allerdings nicht auf. Zwar wurde die Saison 2019/2020 zu Ende gebracht, jedoch war die Anwesenheit von Fans während der Partien nicht erlaubt. Am 12. Juni nahm die Süper Lig diesen abgespeckten Spielbetrieb wieder auf und beendete die Saison am 26. Juli mit einer Besonderheit.

Es gab in dieser Saison keinen Absteiger. Das ist wohl den besonderen Umständen in dieser Zeit der Pandemie geschuldet. Ganz ähnlich lief es übrigens in vielen der europäischen Fußballligen. Die Süper Lig wurde daher aufgestockt auf 21 statt der regulären 18 Teams.

Wie wirkt sich die Pandemie auf die Teams aus?

Man merkt, dass die türkischen Profis mächtig unter Druck stehen. Die Pandemie macht ihnen zu schaffen und es ist zu bezweifeln, dass wirklich jeder hier seine volle Leistung erbringen kann. Die Spielleistung von Profisportlern überall auf der Welt wird derzeit von gesundheitlichen Bedenken und Sorgen über die sportliche Zukunft geprägt. Das wird durch eine Studie der Uni Tübingen untermauert, die sich mit deutschen Leistungssportlern und deren Beeinflussung durch Corona befasst.

Auswirkungen der Pandemie lassen sich an den bisherigen Ergebnissen der letzten Spieltage auch in der Türkei ablesen. Einer der großen Favoriten und aktueller Titelträger der Süper Lig, Istanbul Basaksehir, befindet sich weit hinten in der Tabelle, was sowohl Experten als auch Fans, die unter Umständen ihr Geld auf das Spitzenteam gesetzt haben, ratlos lässt.

Es ist also alles offen, auch was den Wettbetrieb angeht. Das macht das Platzieren der Wetten umso spannender, besonders wenn die Quoten umgeworfen werden. Besonders seriös verfährt man beispielsweise mit Anbietern, die eine PayPal-Zahlung ermöglichen. Allerdings gibt es auch eine Reihe an Alternativen zu Sportwetten mit PayPal. Denn wenn man sich schon nicht auf die Quoten verlassen kann, sollte man sich wenigstens auf die Wettanbieter verlassen können.

Situation mit Zuschauern in den Stadien

Seit dem 11. September läuft nun die Saison 2020/2021 und dabei war ursprünglich geplant, dass ab Oktober wieder Zuschauer im Stadion den Spielen beiwohnen dürften. Kurz vor dem Anpfiff wurden diese Pläne auf Anraten des türkischen Gesundheitsministers Dr. Fahrettin Koca über den Haufen geworfen. Zumindest die Hinrunde solle doch in Form von Geisterspielen stattfinden.

Mittlerweile wissen wir, dass nicht mehr als 50 Prozent der Logenplätze in den Stadien besetzt werden. Ursprünglich war vom TFF eine Auslastung von 30 Prozent des gesamten Stadions geplant. Also darf immerhin eine gewisse Anzahl an Zuschauern unter bestimmten Umständen wieder in die Stadien.

Doch nicht jedes Team verfügt über Stadien mit Logenplätzen. Vor allem kleine Vereine müssen deshalb weiterhin ohne Zuschauer bei ihren Partien auskommen.

Fußballer mit einem Ball auf grünem Rasen
Bildquelle: Unsplash / Emilio Garcia

Favoriten der Süper Lig

Nachdem der Vorjahresmeister Istanbul Basaksehir sich am Ende der Tabelle eingefunden hat, sind die Favoritenrollen in der Süper Lig mächtig durcheinander gewürfelt worden. Das liegt wohl nicht zuletzt an dem angesprochenen Druck, der von der Corona Pandemie ausgeht.

Ganz klarer Favorit, zumindest aktuell, ist Fenerbahçe. Das Team liegt im Moment auf dem ersten Platz der Tabelle und das nachdem es in der letzten Saison doch eher mittelmäßig abgeschnitten hat. Möglicherweise hat das etwas mit Erol Bulut zu tun. Der wurde erst im Sommer als neuer Trainer für Fenerbahçe vorgestellt. Im Team scheint also ein anderer Wind zu wehen.

Neben den Kanarienvögeln rechnen sich wohl auch die Löwen von Galatasaray einige Chancen aus, obwohl der Saisonstart 2020/2021 bislang eher durchwachsen läuft. Zudem sollte man Besiktas Istanbul ebenfalls nicht unterschätzen, genauso wenig wie den Vorjahresmeister Basaksehir.

So könnte eine mögliche Rückrunde in der Türkei aussehen

Da aktuell zumindest wieder ein paar Fans die türkischen Stadien betreten dürfen, ist davon auszugehen, dass sich die Situation in der Hinrunde weiter entspannen wird. Davon abhängig ist natürlich, wie sich die Corona-Situation entwickeln wird und ob sich die aktuelle Zuschauer-Regelung in den Stadien bewährt.

Möglicherweise greift die TFF dann die ursprünglich geplanten Regelungen für den Oktober wieder auf. Geplant war eine Auslastung der Stadien mit bis zu 30 Prozent in Verbindung mit dem strengen Hygienekonzept der Türkei.

Wie sieht die Situation in der deutschen Bundesliga aus?

In der deutschen Bundesliga sind in vielen Stadien Zuschauer erlaubt. Meist dürfen etwa 20 Prozent der vorhandenen Plätze belegt werden. Allerdings gibt es bestimmte Auflagen, die von Stadt zu Stadt variieren. Übersteigen die Corona-Fälle in den einzelnen Städten oder Landkreisen einen bestimmten Inzidenzwert, finden die Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

(Hürriyet.de)

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