Hürriyet

Corona: Impfstoff-Test in der Türkei wird streng überwacht

1.12.2020 14:35 Uhr

Laut offiziellen Angaben werden die freiwilligen Kandidaten, die in der Türkei an dem Test eines potenziellen chinesischen Coronavirus-Impfstoffs teilnehmen, streng überwacht. Seit dem 15. September laufen die Probe-Impfungen in der klinischen Phase 3, bisher sind keine außergewöhnlichen Nebenwirkungen festgestellt worden, heißt es.

Derzeit werden an 25 Zentren in zwölf Provinzen des Landes die Tests durchgeführt. Vorrangig werden Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit sehr hohem und Freiwillige mit mittlerem Risiko im Alter zwischen 18 und 59 Jahre getestet. Nach jedem 500. Testkandidaten wird ein Zwischenfazit gezogen. Insgesamt sollen zunächst 12.500 Proben gesammelt werden.

Tägliche Kontrolle über 28 Tage

Die Testung läuft in zwei Schritten ab. Nach der ersten Impfung erhalten die Personen nach 14 Tagen eine zweite Injektion. Bis zum 28. Tag findet eine tägliche Kontrolle statt, danach werden die Kandidaten ein Jahr lang einmal die Woche angerufen. Zudem werden, wie bei Pharma-Tests üblich, der Impfstoff und ein Placebo verabreicht. Die Kandidaten, die ein Placebo erhalten haben, werden später ebenfalls geimpft. Und bevor die Probeimpfungen überhaupt beginnen können, werden bei den Freiwilligen Corona-Tests durchgeführt. Dadurch wird festgestellt, ob sie bereits mit dem Virus infiziert waren und Antikörper entwickelt haben.

Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca hatte zuletzt gesagt, dass die türkische Regierung einen Vertrag über den Kauf von 50 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Sinovac Biotech aus China unterzeichnet hat. Zudem laufen Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin über eine russische Vakzine und mit Biontech. Sobald das Mainzer Pharmaunternehmen die Lizenz für seinen Impfstoff erhält, sollen noch bis Ende Dezember eine Million Dosen in die Türkei geliefert werden. Bis Ende 2021 soll die Menge auf 25 Millionen Dosen erhöht werden.

(mb)

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