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Corona: Fahrettin Koca warnt die Türkei mit chinesischen Inschriften

4.6.2020 9:05 Uhr

Mit einer außergewöhnlichen Maßnahme hat der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca die Bevölkerung gewarnt, in der Corona-Krise weiter wachsam und vorsichtig zu bleiben. Er veröffentliche bei Twitter Nachrichten mit chinesischen Inschriften.

Zunächst schrieb er: "Im Gegensatz zu dem, was weltweit im Kampf gegen COVID-19 geschieht, ist es uns gelungen, die schwierigen Tage hinter uns zu lassen. Die vor uns liegende Zeit ist wichtig. Lasst uns nicht vergessen, dass Risiken weiter bestehen. Der Ausbruch ist noch nicht vorbei", so Koca, der darauf hinwies, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen in der Türkei noch immer bei rund 1000 liegt.

Corona-Lockerungen bedeuten keine Normalisierung

Dann folgte - ganz groß - die erste chinesische Inschrift, die Koca auch gleich übersetzte: "Wenn wir die Vorsichtsmaßnahmen nicht beachten, stehen wir wieder am Anfang." Der Gesundheitsminister merkte in dem Zusammenhang an, dass die derzeitigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen keine Normalisierung wie vor der Krise bedeuten würden. Es folgte ein weiterer Tweet auf chinesisch, der lautet: "Was ein Coronavirus-Patient auf der Intensivstation durchmacht, ist für Sie als Bürger so ungewohnt wie die chinesische Sprache."

Koca erklärte aber, dass er damit keine Angst schüren wolle. Im Gegenteil: Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in der Türkei würden kontinuierlich zurückgehen, betonte der Minister.

(bl)

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