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Corona-Ansteckungsfaktor sinkt in Deutschland deutlich ab

16.5.2020 13:02 Uhr

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert oder Ansteckungsfaktor genannt, ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland im Vergleich zu den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Am Mittwochabend lag der Wert nur noch bei 0,81 und damit deutlich unter dem kritischen Punkt von "1".

Am Dienstag hatte er bei 0,94 gelegen, am Montag bei 1,07. Ein Wert unter 1,0 bedeutet grob gesagt, dass ein Infizierter im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen.

Mehrere Faktoren entscheidend

Ob damit die Pandemie schon bald besiegt sein könnte, lässt sich nicht vorhersagen. Das Institut hatte zuletzt erklärt, die Zahl allein sei nicht entscheidend, um die aktuelle Lage zu bewerten. Wichtig seien auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens

Bundesweit waren am Mittwochabend über 172.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 171.100 Infektionen). Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 148.700 Menschen die Infektion überstanden. Damit wird auch die Schere zwischen Infizierten und Genesenen immer kleiner.

Hohe Dunkelziffer

Mindestens 7711 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7616). Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

(bl/dpa)

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