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Cold-Case noch einmal aufgeroll: Angeklagter schweigt zu Prostituiertenmord vor 25 Jahren

6.12.2018 17:08 Uhr

Ein wegen eines Prostituiertenmordes im Jahr 1993 angeklagter Mann hat zu Beginn des Prozesses zu den Vorwürfen geschwiegen. Er soll vor einem Vierteljahrhundert auf dem Augsburger Straßenstrich eine 36 Jahre alte Prostituierte umgebracht haben, um der Frau ihre Tageseinnahmen zu rauben und sich an dem sterbenden Opfer sexuell zu vergehen. Zudem soll der heute 50-Jährige im vergangenen Jahr eine Bekannte vergewaltigt haben.

Der Verteidiger des deutschen Staatsangehörigen sagte am Donnerstag zum Auftakt des Verfahrens am Landgericht Augsburg, dass sich sein Mandant zunächst nicht zu der Anklage äußern werde. Ob er später aussage, hänge vom Verlauf des Prozesses ab. Wegen der umfangreichen Beweisaufnahme hat die Strafkammer bis Ende April 30 weitere Sitzungstage geplant, es sollen mehr als 120 Zeugen gehört werden.

Der ungeklärte Prostituiertenmord war im vergangenen Jahr von der Kripo noch einmal aufgerollt worden, im November 2017 kam der nun Angeklagte in Untersuchungshaft. Neue DNA-Hinweise sollen die Ermittler auf die Spur des 50-Jährigen gebracht haben.

Laut Anklage soll der Mann am 25. November 1993 etwa gegen 2.30 Uhr nachts bei einem Augsburger Sportplatz die 36-Jährige mit einem Möbelfuß geschlagen und sie erwürgt haben. Die Leiche soll er bei Gessertshausen an der Bahnlinie von Augsburg nach Ulm abgelegt haben. Dort war die Tote Stunden später gefunden worden.

(be/dpa)