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Clemens Tönnies lässt Amt nach rassistischer Äußerung vorerst ruhen

6.8.2019 23:17 Uhr

Nachdem wegen der rassistischen Aussage des Schalker Aufsichtsratchefs Clemens Tönnies am Dienstag der Schalker Ehrenrat tagte, verkündete der Klub nach der mehrstündigen Sitzung, dass Tönnies sein Amt für drei Monate ruhen lassen werde.

Um einen Ausschluss aus dem Verein kam der 63-Jährige somit herum.

Das fünfköpfige Gremium kam zu dem Schluss, dass der erhobene Vorwurf des Rassismus "unbegründet" sei. Vorzuwerfen sei ihm allerdings, "gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben." Tönnies habe "ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht", hieß es in einer Mitteilung. Tönnies werde sein Amt drei Monate lang ruhen lassen und danach seine Tätigkeit im Aufsichtsrat wieder aufnehmen.

Tönnies hatte am Donnerstag vergangener Woche bei der Festveranstaltung zum "Tag des Handwerks" in Paderborn eine Rede zum Thema "Unternehmertum mit Verantwortung - Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung" gehalten. Der Schalke-Boss empfahl dabei die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." Es folgte vergangenen Freitag eine öffentliche Entschuldigung von Tönnies, dennoch gab es harsche Kritik an dem milliardenschweren Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück.

(be/afp)

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