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CHP will Türkei gemeinsam mit Regierung erdbebensicher machen

4.11.2020 13:06 Uhr

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis mit über 100 Toten in der türkischen Provinz Izmir will die Oppositionspartei CHP die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan dabei unterstützen, die Türkei stärker vor Erbeben zu schützen. Sprecher Faik Öztrak sagte, dass die CHP bereit sei, einem Gesetz für verbesserte Frühwarnsysteme im Parlament zuzustimmen.

"Wenn die derzeitige Gesetzgebung Mängel aufweist, müssen wir zusammenarbeiten und rasch die notwendigen Schritte unternehmen, um diese zu beheben", sagte Öztrak auf einer Pressekonferenz.

Kritik an maroden Gebäuden

In dem Zusammenhang kritisierte Öztrak, dass von Seiten der Regierung zu wenig für erdbebensichere Gebäude getan werde. In Izmir wären zahlreiche Gebäude eingestürzt, die trotz unzureichender Bausubstanz in einer Art "Amnestie" für erdbebensicher erklärt worden seien. "Warum wurden diese Gebäude nicht modernisiert und wer inspiziert die Gebäude? Woher kommt die Finanzierung für Abriss und Wiederaufbau? Dies alles muss geklärt werden und wenn es Mängel gibt, sollten diese rasch behoben werden", erklärte er und forderte eine rasche Überprüfung aller 685.000 Wohnbauten in der Türkei.

Öztrak betonte, dass die CHP auch in diesem Punkt mit der Regierung zusammenarbeiten will. "Wir werden jeden Gesetzesvorschlag, der dem Parlament vorgelegt wird, um das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger bei Erdbeben zu retten, unterstützen", sagte er.

(bl)

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