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CHP-Vorsitzender muss Entschädigung an Erdogan zahlen

17.7.2020 11:49 Uhr, von Andreas Neubrand

Ein türkisches Gericht hat den Vorsitzenden der Oppositionspartei Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, angewiesen, Präsident Recep Tayyip Erdogan und seiner Familie eine Entschädigung in Höhe von 359 000 türkische Lira (45.910 Euro) zu zahlen. Grund ist, dass er behauptet hat, dieser habe Geld auf Offshore-Konten auf die Isle of Men überwiesen.

Am 18. Juli 2018 hatte schon einmal über eine Entschädigung entschieden. Die Entscheidung wurde dann von einem Berufungsgericht aufgehoben. Die neue Entscheidung kam, nachdem der Fall erneut vor Gericht gebracht wurde.

Geld stammt aus dem Verkauf von Unternehmen

In seiner Parlamentsansprache im Jahr 2017 sagte Kilicdaroglu, dass enge Vertraute des Präsidenten Millionen über eine Offshore-Gesellschaft verschoben haben und er dafür die Quittungen und Überweisungen gesehen habe.

Erdogan seinerseits beschuldigt Kilicdaroglu, gelogen zu haben. Er erklärte, dass das Geld aus dem Erlös von Unternehmensverkäufen stammt.

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